{"id":20717,"date":"2024-11-11T13:12:31","date_gmt":"2024-11-11T12:12:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=20717"},"modified":"2024-11-11T13:12:31","modified_gmt":"2024-11-11T12:12:31","slug":"wohnbau-wir-gestalten-zukunft-gesamtreform-des-mehrgeschossigen-wohnbaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wohnbau-wir-gestalten-zukunft-gesamtreform-des-mehrgeschossigen-wohnbaus\/","title":{"rendered":"\u201eWohnbau \u2013 Wir gestalten Zukunft\u201c Gesamtreform des mehrgeschossigen Wohnbaus"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<em>Neue Weichenstellungen in der Wohnbauf\u00f6rderung Ober\u00f6sterreichs: Mehr leistbarer Wohnraum, \u00f6kologische Effizienz und innovative Nachverdichtungsstrategie<\/em>n<\/p>\n<p><strong>Ober\u00f6sterreich nimmt in der \u00f6sterreichischen Wohnbaupolitik eine f\u00fchrende Rolle ein und setzt unter der Leitung von Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner entscheidende Schritte, um Wohnraum nicht nur bezahlbar, sondern auch nachhaltig und zukunftssicher zu gestalten. Dr. Haimbuchner betont dabei die komplexe Herausforderung der Wohnbauf\u00f6rderung: \u201eDie Wohnbauf\u00f6rderung bewegt sich in einem diffizilen Spannungsfeld zwischen leistbarem Wohnraum, gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten sowie \u00f6kologischen und energetischen Herausforderungen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><em>Fokussierung auf Nachverdichtung<\/em><\/p>\n<p>Um in den aktuellen wirtschaftlichen und \u00f6kologischen Herausforderungen bestm\u00f6glich zu agieren, legt Ober\u00f6sterreichs Wohnbaupolitik verst\u00e4rkt Wert auf Nachverdichtung. Diese Strategie setzt auf die Erschlie\u00dfung und Nutzung bereits bebauter Fl\u00e4chen. \u201eLeistbaren Wohnraum in unserer Heimat zu schaffen und diesen der Bev\u00f6lkerung in ausreichender Anzahl zur Verf\u00fcgung zu stellen ist dabei die wichtigste Aufgabe der Abteilung Wohnbauf\u00f6rderung,\u201c erkl\u00e4rt Haimbuchner. Durch die \u201eO\u00f6. Nachverdichtungsverordnung\u201c wird zuk\u00fcnftig eine effizientere Nutzung st\u00e4dtischer und bereits versiegelter Fl\u00e4chen erm\u00f6glicht. Bautr\u00e4ger sollen mit gezielter F\u00f6rderung Wohnraum durch Aufstockungen und Einbauten schaffen, ohne zus\u00e4tzlichen Boden zu versiegeln.<\/p>\n<p>Mit dieser Verordnung steht Ober\u00f6sterreich nicht nur \u00f6kologisch besser da, sondern kann auch \u00f6konomisch relevante Ersparnisse f\u00fcr Mieter realisieren. So f\u00fchrte ein Pilotprojekt im Bezirk Linz-Land 2023 zu einem erheblichen Mietkostenr\u00fcckgang. Ein durchschnittlicher Mieter spart bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung durch die Nachverdichtungsf\u00f6rderung rund 290 Euro monatlich, was eine j\u00e4hrliche Entlastung von 3.485 Euro bedeutet.<\/p>\n<p><em>Nachhaltiger Neubau und Senkung der Eigenmittel f\u00fcr Bautr\u00e4ger<\/em><\/p>\n<p>Die Neubauf\u00f6rderung in Ober\u00f6sterreich erh\u00e4lt eine Neugestaltung, die die Schaffung leistbaren Wohnraums weiter f\u00f6rdern soll. Die F\u00f6rderh\u00f6he wird um 100 Euro auf 1.100 Euro pro Quadratmeter erh\u00f6ht. Die \u00fcberarbeitete Verordnung erm\u00f6glicht Bautr\u00e4gern zudem eine flexiblere Handhabung ihres Eigenmittelanteils: Je nach Wahl k\u00f6nnen Bautr\u00e4ger 11 %, 15 % oder 20 % Eigenmittel einsetzen, wobei die Verzinsung in Stufen von 2,2 % bis 2,6 % angepasst ist. Dir. Dipl. Ing. Hutter von der gemeinn\u00fctzigen Bauwirtschaft erkl\u00e4rt: \u201eWeniger Eigenmittelbedarf bedeutet, dass die hohe Bauleistung weiter finanzierbar bleibt.\u201c<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich werden ab 2025 Tiefgaragen bei Neubauten in Ober\u00f6sterreich gef\u00f6rdert. Ziel ist, die Wohnqualit\u00e4t zu verbessern und gleichzeitig nachhaltige Mobilit\u00e4t zu f\u00f6rdern. Der Neubau von Tiefgaragen wird dabei im Dreigeschossbau mit 2.500 Euro pro Stellplatz gef\u00f6rdert, w\u00e4hrend f\u00fcr viergeschossige Geb\u00e4ude eine F\u00f6rderung von 5.000 Euro pro Stellplatz vorgesehen ist.<\/p>\n<p><em>\u00a0Jugendf\u00f6rderung und Modernisierung der Sanierungsma\u00dfnahmen<\/em><\/p>\n<p>Im Bereich \u201eJunges Wohnen\u201c wird eine grundlegende Reform umgesetzt. Die F\u00f6rderung wird nunmehr pro Quadratmeter Wohnfl\u00e4che und nicht mehr in Bezug auf die Gesamtkosten berechnet. F\u00fcr junge Menschen, die auf der Suche nach leistbarem Wohnraum sind, er\u00f6ffnet dies neue Perspektiven. Neben einer Grundf\u00f6rderung von 1.150 Euro pro Quadratmeter wird ein zus\u00e4tzlicher Betrag von 15.000 Euro pro Wohnung sowie eine Freifl\u00e4chenf\u00f6rderung von 3.000 Euro angeboten.<\/p>\n<p>Im Bereich der Sanierungen entf\u00e4llt die Unterscheidung zwischen thermisch-energetischen und allgemeinen Sanierungsma\u00dfnahmen. Die neue Regelung sieht eine F\u00f6rderung von 25 % der f\u00f6rderbaren Sanierungskosten sowie eine Erh\u00f6hung der F\u00f6rderung auf 1.000 Euro pro Quadratmeter vor.<\/p>\n<p><em>\u00a0Zukunftsorientierte Gesamtreform<\/em><\/p>\n<p>Die umfassenden Anpassungen der Wohnbauf\u00f6rderung in Ober\u00f6sterreich zielen auf ein modernes und zukunftsf\u00e4higes Konzept f\u00fcr die Wohnraumgestaltung. Dr. Haimbuchner hebt hervor: \u201eMit den neuen F\u00f6rdervarianten stellen wir sicher, dass Ober\u00f6sterreich im Bereich der Wohnbauf\u00f6rderung bundesweiter Spitzenreiter bleibt.\u201c Ein zentraler Bestandteil der Reform ist die Verbesserung der Bedingungen f\u00fcr die Mieter und Mietk\u00e4ufer: Der Eigenmittelanteil der F\u00f6rdernehmer wird reduziert, und die Verzinsung erh\u00f6ht. Zudem sorgt die Anpassung des F\u00f6rderdarlehens daf\u00fcr, dass die Mieten in Ober\u00f6sterreich langfristig stabil bleiben.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten Verordnungen werden derzeit zur Begutachtung vorgelegt, und mit dieser weitreichenden Reform zeigt sich Ober\u00f6sterreich einmal mehr als Vorreiter in der Wohnbauf\u00f6rderung. Haimbuchner, Oberleitner und Hutter sind sich einig: \u201eDiese Reform ist ein weiterer Schritt in Richtung leistbarem lebenswertem Wohnen f\u00fcr alle Generationen.\u201c<\/p>\n<p>Mit dieser Neuausrichtung gelingt Ober\u00f6sterreich der Spagat zwischen \u00f6konomischer Vernunft, \u00f6kologischer Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung \u2013 ein Modell, das den steigenden Anforderungen an modernen Wohnraum gerecht wird und gleichzeitig eine bezahlbare Wohnzukunft f\u00fcr kommende Generationen sichert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Wohnbau-Offensive Ober\u00f6sterreich: Leistbarer Wohnraum als Priorit\u00e4t im \u00dcberblick<\/h3>\n<ol>\n<li><strong>Existenzielle Bedeutung leistbaren Wohnraums<\/strong>\n<ul>\n<li>Wohnraum in Ober\u00f6sterreich soll mehr als nur vier W\u00e4nde bieten: Er ist ein Ort der Sicherheit und des Ankommens und tr\u00e4gt zur Lebensqualit\u00e4t bei.<\/li>\n<li>Der Wohnbausektor steht jedoch vor gro\u00dfen Herausforderungen: gestiegene Bau- und Finanzierungskosten, \u00f6kologische Anforderungen und der wachsende Bedarf an leistbarem Wohnraum.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Spannungsfeld der Wohnbauf\u00f6rderung<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Wohnbauf\u00f6rderung muss zwischen \u00f6konomischen, \u00f6kologischen und sozialen Bed\u00fcrfnissen balancieren.<\/li>\n<li>In Ober\u00f6sterreich wird dieser Aufgabe mit starker Zusammenarbeit zwischen Politik, Bauwirtschaft und Verwaltung begegnet.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Strategischer Fokus auf Nachverdichtung<\/strong>\n<ul>\n<li>Die \u201eO\u00f6. Nachverdichtungsverordnung\u201c f\u00f6rdert die Nutzung bereits bebauter Fl\u00e4chen, etwa durch Aufstockung oder Umnutzung.<\/li>\n<li>Diese Strategie ist \u00f6konomisch effizient, da Erschlie\u00dfungskosten minimiert werden, und \u00f6kologisch sinnvoll, da weniger zus\u00e4tzliche Fl\u00e4chen versiegelt werden.<\/li>\n<li>Praxisbeispiel: Ein ehemaliger Gasthof im Bezirk Linz-Land wurde durch Nachverdichtung zu 25 Mietwohnungen umgebaut. Eine 70 m\u00b2-Wohnung kann durch die neue F\u00f6rderung \u00fcber 3.400 Euro j\u00e4hrlich g\u00fcnstiger sein.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Reform der Neubauf\u00f6rderungsverordnung<\/strong>\n<ul>\n<li>Die bestehende Neubauf\u00f6rderung wurde modernisiert, um den heutigen Lebenskonzepten und Bed\u00fcrfnissen gerecht zu werden.<\/li>\n<li>Eckpunkte: Erh\u00f6hung der F\u00f6rderung auf 1.100 Euro pro Quadratmeter und ein flexibles Dreistufenmodell bei Eigenmitteln, das den Bautr\u00e4gern mehr Planungssicherheit gibt.<\/li>\n<li>Ab 2025 werden Tiefgaragen in dreigeschossigen Geb\u00e4uden gef\u00f6rdert, was modernen Mobilit\u00e4tsbed\u00fcrfnissen entgegenkommt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Stabilit\u00e4t durch bew\u00e4hrte Finanzierungsstrukturen<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Finanzierungsstruktur baut auf den bisherigen Prinzipien des F\u00fcnf-Punkte-Plans auf, mit einer 45-j\u00e4hrigen Laufzeit des Landesdarlehens und einer niedrigen Verzinsung von 0,5 %.<\/li>\n<li>Ziel ist es, langfristig stabile und erschwingliche Mieten zu garantieren.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Junge Menschen und nachhaltiges Sanieren<\/strong>\n<ul>\n<li>Die \u201eJunges-Wohnen-Verordnung\u201c wurde reformiert und bietet nun eine F\u00f6rderung pro Quadratmeter sowie Zuschl\u00e4ge f\u00fcr Freifl\u00e4chen und Wohnungen.<\/li>\n<li>Die Sanierungs-Verordnung II wurde angepasst, um 25 % der f\u00f6rderbaren Kosten zu decken, eine deutliche Verbesserung, die zur Modernisierung des Wohnraums beitr\u00e4gt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Zukunftsgestaltung in der Wohnbauf\u00f6rderung<\/strong>\n<ul>\n<li>Mit der neuen Reform richtet sich Ober\u00f6sterreich gezielt auf die Zukunft aus und f\u00f6rdert leistbaren, lebenswerten Wohnraum f\u00fcr alle Generationen.<\/li>\n<li>Die Landesregierung setzt auf stabile Mieten, flexible F\u00f6rdermodelle und moderne Wohnkonzepte, um die Lebensqualit\u00e4t und Heimatverbundenheit der Bev\u00f6lkerung zu st\u00e4rken.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Weichenstellungen in der Wohnbauf\u00f6rderung Ober\u00f6sterreichs: Mehr leistbarer Wohnraum, \u00f6kologische Effizienz und innovative Nachverdichtungsstrategien Ober\u00f6sterreich nimmt in der \u00f6sterreichischen Wohnbaupolitik eine f\u00fchrende Rolle ein und setzt unter der Leitung von Landeshauptmann-Stv. 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