{"id":20758,"date":"2024-11-26T14:37:21","date_gmt":"2024-11-26T13:37:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=20758"},"modified":"2024-11-26T14:37:21","modified_gmt":"2024-11-26T13:37:21","slug":"plan-b-fuer-donaubruecke-mauthausen-einsprueche-verzoegern-genehmigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/plan-b-fuer-donaubruecke-mauthausen-einsprueche-verzoegern-genehmigung\/","title":{"rendered":"\u201ePlan B\u201c f\u00fcr Donaubr\u00fccke Mauthausen: Einspr\u00fcche verz\u00f6gern Genehmigung"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<strong>Weiterhin gibt es keine Genehmigung f\u00fcr die neue Donaubr\u00fccke bei Mauthausen. Ein Grund daf\u00fcr: mehrere Einspr\u00fcche gegen den positiven UVP-Bescheid. Laut Bundesverwaltungsgericht vom Juli darf das Projekt nicht weiter geplant werden, bis s\u00e4mtliche Einspr\u00fcche erledigt sind. Im Februar soll die n\u00e4chste Verhandlungsrunde stattfinden. Abh\u00e4ngig von der Menge und Art der Nachbesserungen, die angeordnet werden, kann sich damit der f\u00fcr 2025 angestrebte Baubeginn um Monate, wenn nicht sogar Jahre verz\u00f6gern. <\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>\u201eWie es im Volksmund hei\u00dft, ist man bekanntlich auf hoher See und vor Gericht in Gottes Hand. Wie sich das laufende Beschwerdeverfahren beim Bundesverwaltungsgericht entwickeln wird, k\u00f6nnen wir nicht prognostizieren. Fakt ist allerdings, dass unz\u00e4hlige Projekte durch mehrj\u00e4hrige UVP-Verfahren deutlich verz\u00f6gert werden. Das UVP-Verfahren f\u00fcr die A26 etwa dauerte bis zur letzten Instanz in Summe zw\u00f6lf Jahre. So viel Zeit haben wir in Mauthausen nicht. Aus diesem Grund arbeiten die Projektteams mit gro\u00dfem Engagement und Professionalit\u00e4t dual an verschiedenen L\u00f6sungsoptionen. Wir sind somit auf alle Eventualit\u00e4ten vorbereitet. Sollte der Neubau der Br\u00fccke weiter verz\u00f6gert werden, m\u00fcssen wir den Einbau eines neuen Tragwerks an der Bestandsbr\u00fccke forcieren\u201c, unterstreicht Landesrat f\u00fcr Infrastruktur Mag. G\u00fcnther Steinkellner. Aufgrund des Zustands der bestehenden Br\u00fccke w\u00e4re es von gro\u00dfer Wichtigkeit gewesen, die Bauvorbereitungen parallel zum Beschwerdeverfahren voranzutreiben. Es k\u00f6nne nicht gesagt werden, wie lange die alte Br\u00fccke noch nutzbar sein werde, das h\u00e4nge davon ab, wie sehr die Materialerm\u00fcdung des Stahltr\u00e4gerwerks voranschreite. Um die Sicherheit der Br\u00fccke so lange wie m\u00f6glich zu gew\u00e4hrleisten, werden regelm\u00e4\u00dfig Ausbesserungsarbeiten durchgef\u00fchrt. Tatsache sei jedoch: &#8222;Das Tragwerk ist nicht mehr im besten Zustand. Das Ende der Nutzbarkeit r\u00fcckt unwiderruflich n\u00e4her.&#8220;<\/p>\n<p>Auf Grund dieser speziellen Situation findet daher bei diesem Projekt f\u00fcr die Donaubr\u00fccke Mauthausen eine duale Planung statt. Steinkellner hob in einer Pressekonferenz hervor, dass gro\u00dfe Verz\u00f6gerungen beim Bau der neuen Donaubr\u00fccke auf Grund des Zustandes der Bestandsbr\u00fccke aus fachlicher Sicht \u00e4u\u00dferst kritisch zu betrachten w\u00e4ren. Parallel zum Bau einer neuen Br\u00fccke werde daher der Austausch des Tragwerks der bestehenden Br\u00fccke vorbereitet. Die Antr\u00e4ge zur Genehmigung des Tragwerkstauschs wurden bereits Mitte Oktober eingereicht, um die Br\u00fccke im Falle eines nicht absehbaren zeitlichen Verzugs im Neubau in einem sicheren Zustand zu halten. Das Projektteam sei gezwungen, sich auf alle Eventualit\u00e4ten vorzubereiten. \u201eDas ist nicht die L\u00f6sung, die wir anstreben, aber jene, auf die wir uns bestm\u00f6glich vorbereiten\u201c.<\/p>\n<p>Kommt es zu diesem Tausch, so werde dieser voraussichtlich im Sommer 2028 erfolgen und drei Monate dauern. In dieser Zeit w\u00e4re die Br\u00fccke nicht passierbar, warnt Steinkellner vor den massiven Auswirkungen. Dies w\u00fcrde jedoch erhebliche Verkehrsbelastungen, insbesondere f\u00fcr die ohnehin stark frequentierten Korridore in Linz, nach sich ziehen. Pendler\/innen und G\u00fctertransporte w\u00e4ren gezwungen, lange Umwege von bis zu 75 Kilometern in Kauf zu nehmen, wodurch der t\u00e4gliche zus\u00e4tzliche CO2-Aussto\u00df auf das Niveau einer Kleinstadt ansteigen w\u00fcrde. Man prognostiziert hier einen zus\u00e4tzlichen CO2 Aussto\u00df von 109 Tonnen\/C02 t\u00e4glich. Daraus resultieren auch wirtschaftliche Folgen wie h\u00f6here Transportkosten und Zeitverluste, welche die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der gesamten Region beeintr\u00e4chtigen. Die regionale Wirtschaft und die Lebensqualit\u00e4t der betroffenen Anwohner\/innen machen eine Totalsperre zu einer \u00e4u\u00dferst belastenden Ma\u00dfnahme, die nur als Ultima Ratio infrage kommt. \u201eDer Verkehr w\u00fcrde dann Gro\u00dfteils \u00fcber die Steyregger Br\u00fccke auf die Linzer Stadtautobahn und den ohnehin \u00fcberlasteten Bindermichl-Tunnel f\u00fchren. Ich appelliere daher erneut an die Projektgegner, ihren juristischen Widerstand zu beenden.\u201c<\/p>\n<p><em>Plan A ist Neubau der Br\u00fccke, Plan B ist der Einbau eines neuen Tragwerks<\/em><\/p>\n<p>Das Projekt der neuen Donaubr\u00fccke Mauthausen steht sinnbildlich f\u00fcr die Herausforderungen moderner Infrastrukturvorhaben. W\u00e4hrend die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung und die Wirtschaft dringend auf eine funktionierende und zukunftsf\u00e4hige Mobilit\u00e4tsverbindung angewiesen ist, blockiert eine kleine, hartn\u00e4ckige Gruppe von Projektgegnern mit Beschwerden und gezielten Verz\u00f6gerungen den Fortschritt und die infrastrukturelle Weiterentwicklung einer gesamten Region. Die finanziellen und \u00f6kologischen Auswirkungen machen die Fertigstellung des Neubaus zu einem dringlichen Anliegen, um massive Auswirkungen zu vermeiden. Die Projektgegner, die den Neubau aufgrund von Umweltauswirkungen blockieren, \u00fcbersehen dabei paradoxerweise, dass alleine die Umwege das Argument der \u00f6kologischen Auswirkung konterkariert. Jeden Tag werden alleine dadurch 400.000 Kilometer mehr an Strecke zur\u00fcckgelegt. Das entspricht dem 10-fachen Erdumfang. &#8222;Wir verfolgen konsequent den Neubau der Br\u00fccke. Das ist unser Plan A. Wir werden uns mit unserem dualen Szenario aber auf alle Eventualit\u00e4ten vorbereiten. Fest steht, dass die Uhr unaufhaltsam tickt. Sollte der Neubau weiter verz\u00f6gert werden, dann m\u00fcssen wir den Einbau eines neuen Tragwerks forcieren und dadurch auf Plan B umschwenken&#8220;, so Landesrat f\u00fcr Infrastruktur und Mobilit\u00e4t Mag. G\u00fcnther Steinkellner. Erkl\u00e4rtes Hauptziel ist es, jegliche unkontrollierbaren technischen Zust\u00e4nde zu vermeiden und die Infrastruktur im Rahmen des Br\u00fcckenneubaus zu st\u00e4rken und dauerhaft sicherzustellen. Es ist jedoch aus aktueller Sicht nicht prognostizierbar, ob die neue Donaubr\u00fccke vor dem notwendigen Austausch des Bestandstragwerks fertiggestellt werden kann. Das Gericht ist mit der Entscheidungsfindung betraut. Seite 10 \u201eUnser Fokus liegt auf der Sicherheit der Bev\u00f6lkerung. Wir werden keine M\u00fchen scheuen, um eine nachhaltige Infrastruktur zu schaffen, um auch der Region leistungsstrake Perspektiven zu bieten. Es ist dennoch bedauerlich, dass durch diese Blockadehaltung die Interessen und Bed\u00fcrfnisse der Mehrheit in den Hintergrund gedr\u00e4ngt werden. Eine pragmatische und l\u00f6sungsorientierte Herangehensweise ist dringend notwendig, um die Region vor gr\u00f6\u00dferen Nachteilen zu bewahren und die Verkehrsverbindung nachhaltig zu sichern\u201c, so Landesrat G\u00fcnther Steinkellner abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weiterhin gibt es keine Genehmigung f\u00fcr die neue Donaubr\u00fccke bei Mauthausen. Ein Grund daf\u00fcr: mehrere Einspr\u00fcche gegen den positiven UVP-Bescheid. Laut Bundesverwaltungsgericht vom Juli darf das Projekt nicht weiter geplant werden, bis s\u00e4mtliche Einspr\u00fcche erledigt sind. 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