{"id":20787,"date":"2024-12-09T13:41:20","date_gmt":"2024-12-09T12:41:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=20787"},"modified":"2024-12-09T13:41:20","modified_gmt":"2024-12-09T12:41:20","slug":"lr-steinkellner-neue-eu-luftqualitaetsrichtlinie-ist-ein-schlag-ins-gesicht-der-vernunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/lr-steinkellner-neue-eu-luftqualitaetsrichtlinie-ist-ein-schlag-ins-gesicht-der-vernunft\/","title":{"rendered":"LR Steinkellner: Neue EU-Luftqualit\u00e4tsrichtlinie ist ein Schlag ins Gesicht der Vernunft"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<em> Feinstaub, NO\u2082 und viel hei\u00dfe Luft \u2013 Die EU-Regelwut erreicht neue H\u00f6hen<\/em><\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union hat im November 2024 eine neue Luftqualit\u00e4tsrichtlinie ver\u00f6ffentlicht, die ab dem heutigen 10. Dezember in Kraft tritt. Diese sieht drastisch versch\u00e4rfte Grenzwerte f\u00fcr Feinstaub und Stickstoffdioxid (NO\u2082) vor, basierend auf den j\u00fcngsten Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). F\u00fcr Landesrat G\u00fcnther Steinkellner eine definitive Fehlentscheidung, die jegliche Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit konterkariert.<\/p>\n<p><strong>Korrelation versus Kausalit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Die Grundlage dieser Richtlinie zeigt sich als \u00e4u\u00dferst fragw\u00fcrdig. Viele der herangezogenen Studien st\u00fctzen sich auf korrelierende Annahmen. Korrelation bedeutet aber nicht Kausalit\u00e4t. Diese Studien zeigen Korrelationen \u2013 also gleichzeitiges Auftreten von Schadstoffbelastung und Krankheitsraten \u2013 und ziehen daraus den Schluss, dass die Schadstoffe die Ursache seien. Doch genau hier liegt der methodische Fehler. Korrelation allein beweist keinen urs\u00e4chlichen Zusammenhang.<\/p>\n<p>Wenn man die Entwicklung der Fahrzeuge, die seit dem Jahr 1950 in Ober\u00f6sterreich unterwegs sind, in Zusammenhang mit der Entwicklung der Lebenserwartung stellt, k\u00f6nnte man schlussfolgern, dass durch die Erh\u00f6hung des Automobilbestands auch die Lebenserwartung gestiegen ist und Autos einen gesundheitsf\u00f6rdernden Effekt haben. Tats\u00e4chlich ist die Realit\u00e4t aber viel komplexer. Krankheitsraten und Lebenserwartung h\u00e4ngen von vielen Faktoren ab. Rauchen, Ern\u00e4hrung, Bewegung, medizinische Versorgung, sozio\u00f6konomischer Status und vieles mehr sind wichtige Parameter. Solche Parameter wirken oft weitaus st\u00e4rker als die Luftqualit\u00e4t und sind in verschiedenen Regionen unterschiedlich verteilt.<\/p>\n<p>Ein besonders starkes Argument gegen die alarmierenden Auswertungen der Feinstaub- und NO\u2082-Studien liefert der Blick auf Raucherinnen und Raucher: Diese inhalieren freiwillig Schadstoffkonzentrationen, die die geltenden Grenzwerte um ein Millionenfaches \u00fcbersteigen. Eine Zigarette setzt Feinstaub in Konzentrationen von bis zu 500 g\/m\u00b3 frei \u2013 eine Dosis, die ein Nichtraucher erst nach 80 Jahren unter Normalbedingungen erreichen w\u00fcrde. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich bei NO\u2082. Trotz dieser enormen Exposition sterben Raucher nicht innerhalb ihrer ersten Z\u00fcge, was laut den Studien zu erwarten w\u00e4re. W\u00fcrden die angeblichen Gesundheitsrisiken von Feinstaub und NO\u2082 tats\u00e4chlich so gravierend ausfallen, m\u00fcsste die Sterblichkeitsrate unter Rauchern deutlich h\u00f6her und schneller ansteigen. Diese Diskrepanz zeigt, dass die aktuellen Grenzwerte hinterfragt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Ein Ma\u00dfstab mit zweierlei Ma\u00df<\/strong><\/p>\n<p>Besonders provokant wird die Debatte beim Vergleich mit anderen Grenzwerten. F\u00fcr die Industrie liegen die zul\u00e4ssigen NO\u2082-Werte bei satten 950 \u00b5g\/m\u00b3 \u2013 also rund 48-mal h\u00f6her als an einer Autobahn. Diese Diskrepanz zeigt einmal mehr, dass beispielsweise dem VOEST-Arbeiter gestattet ist, unter deutlich provokanteren Bedingungen zu arbeiten. Bei der Fahrt nach Hause wird er aber geg\u00e4ngelt, weil er wom\u00f6glich mit seinem Diesel-PKW \u00fcber der Feinstaubtoleranz liegt. \u201eIn Wahrheit wird hier ein ideologisches Schauspiel abgeliefert, das der gr\u00fcnen politischen Agenda in die Karten spielt\u201c, so Steinkellner.<\/p>\n<p>Sogar das Anz\u00fcnden eines Adventkranzes beeinflusst die Luftqualit\u00e4t. Die Schadstoffbelastungen in den heimischen Wohnzimmern liegen bei weihnachtlichem Kerzenschein deutlich \u00fcber den Vorgaben der EU. So stellt sich Steinkellner die Frage: \u201eIst die Einschr\u00e4nkung des Adventkranz- und Christbaumverkaufs der n\u00e4chste Schritt der gr\u00fcnen Verbotspolitik?\u201c<\/p>\n<p><strong>Weniger Ideologie, mehr Pragmatismus<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Diskrepanz zwischen der wahrgenommenen Gefahr und der Realit\u00e4t ist ersch\u00fctternd. Statt die wirtschaftliche Entwicklung zu f\u00f6rdern, werden immer neue ideologische Paragraphen geschaffen, die den Alltag der B\u00fcrger und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unserer Wirtschaft unn\u00f6tig erschweren\u201c, unterstreicht Steinkellner.<\/p>\n<p>Die Entwicklungen, besonders in der Motorentechnik, haben die Emissionen in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Das belegen Messergebnisse etwa an der Messstelle Enns-Kristein. Nachdem auch in anderen Bundesl\u00e4ndern die Luft f\u00fcr das IG-L-Tempolimit immer d\u00fcnner wird, fragen sich die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu Recht, wann der Lufthunderter auf der A1 in Ober\u00f6sterreich unter die R\u00e4der kommt. \u201eMit der neuen Richtlinie wird die Messlatte nun nochmals deutlich h\u00f6her gelegt. Sie scheint aber nicht dem Schutz der Gesundheit zu dienen, sondern politische Agenden zu verfolgen, die die Mobilit\u00e4t in Europa weiter regulieren sollen\u201c, so Steinkellner.<\/p>\n<p><strong>Fazit: Was bleibt von der Vernunft?<\/strong><\/p>\n<p>\u201eUmwelt- und Mobilit\u00e4tspolitik darf nicht auf symbolischen Ma\u00dfnahmen beruhen, die wirtschaftliche Freiheit und Lebensqualit\u00e4t opfern. Im Fokus soll ein vern\u00fcnftiger Pragmatismus stehen, der den Diskurs belebt und die echten Probleme der Menschen ernst nimmt. Die Bev\u00f6lkerung verdient eine Politik, die wirklich sch\u00fctzt, ohne zu g\u00e4ngeln\u201c, so Steinkellner abschlie\u00dfend.\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Feinstaub, NO\u2082 und viel hei\u00dfe Luft \u2013 Die EU-Regelwut erreicht neue H\u00f6hen Die Europ\u00e4ische Union hat im November 2024 eine neue Luftqualit\u00e4tsrichtlinie ver\u00f6ffentlicht, die ab dem heutigen 10. Dezember in Kraft tritt. Diese sieht drastisch versch\u00e4rfte Grenzwerte f\u00fcr Feinstaub und Stickstoffdioxid (NO\u2082) vor, basierend auf den j\u00fcngsten Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). 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