{"id":20952,"date":"2025-02-03T08:04:29","date_gmt":"2025-02-03T07:04:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=20952"},"modified":"2025-02-03T08:04:29","modified_gmt":"2025-02-03T07:04:29","slug":"steinkellner-im-kurier-stadtautobahn-wird-2026-dreistreifig-von-a1-bis-tunnel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/steinkellner-im-kurier-stadtautobahn-wird-2026-dreistreifig-von-a1-bis-tunnel\/","title":{"rendered":"Steinkellner im KURIER: Stadtautobahn wird 2026 dreistreifig: Von A1 bis Tunnel"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<strong>G\u00fcnther Steinkellner. Der freiheitliche Infrastrukturlandesrat k\u00fcndigt ein umfassendes Investitionsprogramm f\u00fcr Schiene und Stra\u00dfe an. <\/strong><\/p>\n<p><em>G\u00fcnther Steinkellner ist seit 2015 Mitglied der ober\u00f6sterreichischen Landesregierung. Der 63-J\u00e4hrige begann 1989 als Direktor des freiheitlichen Parlamentsklubs und hatte zeit seines Lebens eine Reihe von Funktionen inne. Er war unter anderem von 2002 bis 2005 Landesparteivorsitzender der FP\u00d6. Seit 1991 geh\u00f6rt er auch dem Gemeinderat von Leonding an. <\/em><\/p>\n<p><strong>KURIER: Falls Herber t Kickl nun tats\u00e4chlich Kanzler werden sollte, geht Ihnen da ein Herzenswunsch in Erf\u00fcllung? <\/strong><\/p>\n<p><strong>G\u00fcnther Steinkellner<\/strong>: Unglaublich. Ich habe so viele politische Tiefen erlebt, nun ist die Zeit der Freude gekommen.<\/p>\n<p><strong>W\u00e4re der ober\u00f6sterreichischen FP\u00d6 nicht ein Kanzler Andreas Rabl lieber gewesen als Kickl? <\/strong><\/p>\n<p>Um Gottes Willen. Ich bin froh, dass Rabl B\u00fcrgermeister in Wels ist und bleibt.<\/p>\n<p><strong>Er wurde in der FP\u00d6 stets f\u00fcr f\u00fchrende Funktionen auf der Bundesebene gehandelt.<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt so viele Gespr\u00e4che, die stattfinden und in denen jemand wo hingewunschen wird. Ich bin sehr froh, dass er seine Aufgabe in Wels gro\u00dfartig wahrnimmt. Eine m\u00f6gliche blauschwarze Regierungskoalition muss ein Sparpaket schn\u00fcren. #<\/p>\n<p><strong>Welche Bahn- und Stra\u00dfenprojekte in O\u00d6 werden dem Sparstift zum Opfer fallen?<\/strong><\/p>\n<p>Keine. Ich gehe davon aus, dass unsere Projekte, die auf die Umsetzung warten, nat\u00fcrlich realisiert werden. Aber bis zum Beispiel die Linzer Ostumfahrung budgetwirksam wird, sind wir im Jahr 2035.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201eWir wollen bei der Linzer Stadtautobahn in die Erweiterung der Kapazit\u00e4ten gehen\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>Sie ist nicht realisierbar, weil der Linzer Gemeinderat dagegen ist.<\/strong><\/p>\n<p>Es wird kl\u00e4rende Gespr\u00e4che mit dem neuen B\u00fcrgermeister Dietmar Prammer geben.<\/p>\n<p><strong>Sie wollen einen neuen Anlauf unternehmen? <\/strong><\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich. Die Ostumfahrung ist f\u00fcr die Stadt wichtig, weil die Stadt vom Transitverkehr entlastet wird und die Industriezone und die voestalpine eingebunden werden. Die Menschen, die in der Solarcity und deren Umgebung wohnen, k\u00f6nnen sofort auf die Westautobahn auffahren, es kommt so zu einer Verkehrsentlastung.<\/p>\n<p><strong>Der Start der Stadtbahn soll 2027\/28 erfolgen. Wird es hier zu Verz\u00f6gerungen kommen? <\/strong><\/p>\n<p>Wir sind im Zeitplan. Wir haben die Einreichungen bis Ende des Jahres fertig und gehen dann f\u00fcr den innerst\u00e4dtischen Teil in die Ausschreibungen. Ich brauche hier noch die Zustimmung f\u00fcr die Einbindungen, seien es der M\u00fchlkreisbahn oder des Hauptbahnhofs. Daf\u00fcr brauche ich eine Regierung, die funktioniert.<\/p>\n<p><strong>Beim Bau des Westrings gibt es zeitliche Verz\u00f6gerungen. <\/strong><\/p>\n<p>Bei den Ausschreibungen sind wir ein Jahr hinten. Das h\u00e4ngt mit den Verz\u00f6gerungen durch Corona zusammen. Jetzt wird ausgeschrieben, damit wir n\u00e4chstes Jahr mit dem Bau fortsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Eines Ihrer Projekte ist der dreispurige Ausbau der Stadtautobahn vom Linzer Bindermichl bis zur Westautobahn. Wann ist es so weit?<\/strong><\/p>\n<p>2026.<\/p>\n<p><strong>Soll das auch im Koalitionsabkommen von Blau-Schwarz stehen?<\/strong><\/p>\n<p>Manche dieser dreistreifigen Ausbauten braucht man nicht im Koalitionspapier vorsehen. Das Problem war lediglich, dass Ministerin Gewessler die Kapazit\u00e4tserweiterungen nicht zugelassen hat. Wenn es einen neuen Infrastrukturminister gibt, kommen die alten Pl\u00e4ne wieder auf den Tisch. Im innenst\u00e4dtischen Bereich wollen wir dort, wo es m\u00f6glich ist, in die Kapazit\u00e4tserweiterung gehen.<\/p>\n<p><strong>Was hei\u00dft das? <\/strong><\/p>\n<p>Man legt zum Beispiel einen Fahrstreifen dazu. Das bedeutet, dass ich mich nicht mehr in den zweistreifigen Autobahn verkehr einf\u00e4deln muss, wenn ich beispielsweise Richtung Steyreggerbr\u00fccke abbiege.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u00a0<\/em><em>\u201eDie Bahn muss Richtung Graz, St. Georgen\/G. und Braunau beschleunigt werden\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><strong>Sie wollen einen dreispurigen Ausbau der Westautobahn von Sattledt bis Regau. Wann soll er kommen? <\/strong><\/p>\n<p>Jetzt ist wichtig, dass die Br\u00fcckenpfeiler der Aurachbr\u00fccke, die derzeit neu gebaut wird, nicht abgetragen werden, sondern stehen bleiben, damit man die zus\u00e4tzlichen Fahrstreifen dazulegen kann.<\/p>\n<p><strong>Wann soll der dreispurige Ausbau kommen? <\/strong><\/p>\n<p>Das kann ich nicht sagen, denn das ist eine Finanzfrage der Asfinag.<\/p>\n<p><strong>Sie fordern auch den dreispurigen Ausbau der Innkreisautobahn. Wann ist Baubeginn?<\/strong><\/p>\n<p>Der wird selektiv kommen, damit es dreistreifige Stellen gibt, wo Lkw andere Lkw \u00fcberholen k\u00f6nnen. Dann kann man ein Lkw-\u00dcberholverbot bei der zweistreifigen Autobahn verh\u00e4ngen.<\/p>\n<p><strong>Wann beginnt der Umbau? <\/strong><\/p>\n<p>So bald wie m\u00f6glich. Das ist eine Detailfrage, die von den Bauphasen der Asfinag abh\u00e4ngt. Die Asfinag baut derzeit die M\u00fchlkreisautobahn S 10 weiter aus. Sie soll bis zur Grenze Wullowitz fertiggestellt werden.<\/p>\n<p><strong>Kommen wir zum weiteren Ausbau der Bahn. Die \u00d6BB will die Strecke von Linz nach M\u00fcnchen komplett neu errichten, sodass man in eineinhalb Stunden am Flughafen M\u00fcnchen ist. <\/strong><\/p>\n<p>Das ist ein europ\u00e4isches Projekt, das sich von Paris \u00fcber M\u00fcnchen und Wien nach Bukarest erstreckt.<\/p>\n<p><strong>Wann wird es realisiert?<\/strong><\/p>\n<p>Baustart k\u00f6nnte 2038 bzw. 2040 sein. Das Projekt h\u00e4ngt stark von den Deutschen ab. Die bestehende Innkreisbahn ist mittels Vertrag terminisiert, sie wird komplett elektrifiziert. In den Vereinbarungen ist als Termin 2029 fixiert.<\/p>\n<p><strong>Das bedeutet eine Beschleunigung?<\/strong><\/p>\n<p>Absolut. Wahrscheinlich braucht man dann unter einer Stunde von Braunau nach Linz.<\/p>\n<p><strong>Ein weiteres Projekt ist die Bahnstrecke von Linz nach Graz. <\/strong><\/p>\n<p>Sie muss ebenfalls beschleunigt werden, sodass man unter zwei Stunden von Linz nach Graz kommt. Es geht um die Aufnahme in das Transeurop\u00e4ische Netz der EU (TEN)<\/p>\n<p><strong>Kommt dieser Ausbau in die Koalitionsvereinbarung von FP\u00d6 und \u00d6VP hin ein? <\/strong><\/p>\n<p>Ich habe es deponiert, dass wir das haben wollen. Meine steirische Kollegin will das genauso.<\/p>\n<p><strong>Der angedachte zweigleisige Bahnausbau von St. Georgen an der Gusen nach Linz kostet rund 300 Millionen Euro. Wird er realisiert?<\/strong><\/p>\n<p>Ja.<\/p>\n<p><strong>Wann? <\/strong><\/p>\n<p>(lacht). Man muss die Verfahren neu starten. Es h\u00e4ngt auch von der Realisierung der Gesamtstrecke Linz-Budweis zusammen, die ganz wichtig ist. Tschechien hat die Bahnstrecke von Prag bis Budweis beinahe fertig ausgebaut, darauf kann mit 160 bis 200 km\/h gefahren werden. Wir bauchen eine komplette Neutrassierung der Summerauerbahn. Da war es wichtig, dass die \u00d6BB einmal mit der tschechischen Bahn die Verkn\u00fcpfungspunkte definiert haben.<\/p>\n<p><strong>Die \u00d6BB spricht von Kosten von 5,5 Milliarden Euro. <\/strong><\/p>\n<p>Die Zahlen sind relativ, aber es wird ein Milliardenbetrag sein. Wann ist so etwas wirklich finanz- und baureif? Nat\u00fcrlich m\u00fcssen wir beginnen, denn sonst wird das auch im Jahr 2035 nichts. Den zweigleisigen Ausbau nach St. Georgen k\u00f6nnte man in f\u00fcnf Jahren erledigen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Diese Projekte kosten viel Geld, die k\u00fcnftige Regierung sitzt auf leeren Kassen. Es sind Projekte auf Jahre und Jahrzehnte.<\/strong><\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sind es europ\u00e4ische Projekte, es gibt hier eine Mitfinanzierung der Europ\u00e4ischen Union, weil es ich um eine Nord-S\u00fcd-Achse und um eine West-Ost-Achse handelt. Zur Verlagerung des G\u00fcterverkehrs auf die Schiene brauchen wir den Ausbau, zum Beispiel des Bosruck-Tunnels, damit die Kapazit\u00e4t gegeben ist. Solange der nur eingleisig ist und die Steigungen nicht passen, haben wir ein Problem.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201eNach dem Spatenstich f\u00fcr die Stadtbahn freue ich mich auf die Besch\u00e4ftigung mit den Enkelkindern\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>K\u00f6nnte es nicht sein, dass der Infrastrukturminister der n\u00e4chsten Regierung Steinkellner hei\u00dft? <\/strong><\/p>\n<p>Nein.<\/p>\n<p><strong>Warum nicht? <\/strong><\/p>\n<p>Weil ich hier in Ober\u00f6sterreich eine Aufgabe habe, die mir Freude macht. Ich will meine Projekte hier umsetzen und mit den Gemeinden verwirklichen. Die Linzer Stadtbahn ist mir das wichtigste Projekt \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p><strong>2027 ist Landtagswahl. Werden Sie da nochmals als Landesrat antreten?<\/strong><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde gern noch den Spatenstich der Stadtbahn durchf\u00fchren. Es k\u00f6nnte sein, dass der erst 2028 stattfindet. Ab diesem Zeitpunkt freue ich mich auf die Besch\u00e4ftigung mit meinen Enkelkindern.<\/p>\n<p><strong>Das haben Sie mit Ihrem Landesparteiobmann und Freund Manfred Haimbuchner so abgesprochen? <\/strong><\/p>\n<p>Das muss Haimbuchner so wollen, die Partei muss das wollen. Wir warten vorerst einmal ab.<\/p>\n<p><strong>Wer aus der ober\u00f6sterreichischen FP\u00d6 soll einer blau-schwarzen Regierung angeh\u00f6ren?<\/strong><\/p>\n<p>Da haben wir Susanne F\u00fcrst. Arnold Schiefer w\u00e4re f\u00fcr verschiedene Bereiche sehr, sehr geeignet. Norbert Nemeth geh\u00f6rt auch dem Verhandlungsteam der FP\u00d6 an.<\/p>\n<p><strong>Bei allen Wahlg\u00e4ngen 2024 und 2025 war die FP\u00d6 stets vor der \u00d6VP. Wird das auch bei der Landtagswahl 2027 der Fall sein?<\/strong><\/p>\n<p>(lacht). Das wei\u00df man wirklich nicht. Das ist eine Frage der weiteren politischen Entwicklung, insbesondere von der Performance der Bundesregierung. Aber auch von unserer Arbeit. Ich glaube, dass die Arbeit von Haimbuchner und mir durchaus gesch\u00e4tzt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201eWenn die Kirche Menschen holt, die nicht arbeiten, soll sie f\u00fcr die Kosten aufkommen\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>Die FP\u00d6 redet von der Festung \u00d6sterreich. Wirtschaftskammerpr\u00e4sidentin Doris Hummer sagt, Kickl k\u00f6nne sich bestenfalls eine Lego-Festung im Kinderzimmer bauen.<\/strong><\/p>\n<p>Frau Hummer hat nicht kapiert, dass eine Festung auch G\u00e4ste hat. Man holt Leute rein, die man braucht. Jene, die nur kosten, wird man nicht hereinlassen. Wenn sie welche reinlassen m\u00f6chte, die man nicht braucht, soll sie sie mit ihrem Betrieb finanzieren.<\/p>\n<p><strong>Wer sind die Menschen, die nur Kosten verursachen?<\/strong><\/p>\n<p>Jene, die nicht arbeiten. Die mit der Mindestsicherung so gl\u00fccklich sind, dass sie keinen Anreiz haben, zu arbeiten, jene, die die Sprache nicht lernen und sich nicht integrieren wollen. Man muss bei jenen Leuten den Riegel vorschieben, die nichts zur Gesellschaft beitragen und die zu uns ohne Einladung kommen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Sie wollen R\u00fcckf\u00fchrungen vornehmen? <\/strong><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen sie nicht dalassen, sie m\u00fcssen wieder raus. Wenn jemand diese Menschen will, dann soll er pers\u00f6nlich daf\u00fcr zahlen. Wenn die r\u00f6mischkatholische oder andere Kirchen der Meinung sind, man muss zus\u00e4tzliche Menschen zu uns holen, die nicht arbeiten und sich nicht integrieren wollen, sollen sie f\u00fcr die Kosten aufkommen.<\/p>\n<p><em>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Dr. Josef Ertl, das Interview ist am 2. Februar 2025 im KUIRIER erschienen.<\/em>\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00fcnther Steinkellner. Der freiheitliche Infrastrukturlandesrat k\u00fcndigt ein umfassendes Investitionsprogramm f\u00fcr Schiene und Stra\u00dfe an. 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