{"id":20958,"date":"2025-02-06T07:39:15","date_gmt":"2025-02-06T06:39:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=20958"},"modified":"2025-02-06T07:39:15","modified_gmt":"2025-02-06T06:39:15","slug":"haimbuchner-im-linza-interview-die-menschen-wollen-zurueck-zur-normalitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/haimbuchner-im-linza-interview-die-menschen-wollen-zurueck-zur-normalitaet\/","title":{"rendered":"Haimbuchner im LINZA!-Interview: \u201eDie Menschen wollen zur\u00fcck zur Normalit\u00e4t\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<em>LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner: &#8222;B\u00fcrger haben genug von linken Utopien&#8220;<\/em><\/p>\n<p><strong>Nicht nur im Bund befindet sich die FP\u00d6 auf einem H\u00f6henflug, laut einer Spectra-Umfrage von November 2024 liegen die Blauen auch O\u00d6 auf Platz 1. Landeshauptmann-Stv. Manfred Haimbuchner im LINZA-Talk zur aktuellen Lage.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Noch vor ein paar Wochen hat es kaum jemand f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, dass Herbert Kickl trotz Wahlsieg Kanzler werden k\u00f6nnte. Haben Sie selber noch an Blau-Schwarz geglaubt?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin Katholik und glaube an Gott, in der Politik baue ich eher auf Vernunft! Und eine Bundesregierung unter F\u00fchrung der FP\u00d6 ist genau das: grundvern\u00fcnftig. Dass Nehammer mit Unterst\u00fctzung des Bundespr\u00e4sidenten alles versucht hat, um seine Haut zu retten und nach den Wahlen eine andere Konstellation angestrebt hat, hat mich allerdings nicht \u00fcberrascht \u2013 genauso wenig wie das vorprogrammierte Scheitern dieser Verhandlungen. Also wenn Sie so wollen, habe ich immer darauf vertraut, dass sich die Vernunft noch durchsetzen wird. Und so ist es letztlich dann auch gekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201cDie letzten Jahre wurde der Staatshaushalt mit einer desastr\u00f6sen Politik, wie etwa durch \u00fcberbordende F\u00f6rderungen mit der Gie\u00dfkanne \u00fcberlastet \u2013 das gilt es nun zu revidieren<\/em>.\u201c<\/p>\n<p><strong>Ist es dennoch nicht eher Fluch denn Segen, einen nicht selbst verschuldeten finanziellen Scherbenhaufen zusammenkehren zu m\u00fcssen und damit verbundene harte Einschnitte umzusetzen?<\/strong><\/p>\n<p>Es stimmt, dass Sparen nicht unbedingt angenehm ist, vor allem, wenn man die Gr\u00fcnde daf\u00fcr nicht selber zu verantworten hat, aber momentan ist das unumg\u00e4nglich. Die letzten Jahre wurde der Staatshaushalt mit einer desastr\u00f6sen Politik, wie etwa durch \u00fcberbordende F\u00f6rderungen mit der Gie\u00dfkanne \u00fcberlastet \u2013 das gilt es nun zu revidieren. Ich bin \u00fcberzeugt, dass die Menschen das mittragen, um langfristig wieder Freir\u00e4ume schaffen zu k\u00f6nnen und die Leistungstr\u00e4ger, die hart arbeitende Bev\u00f6lkerung, in diesem Land zu entlasten. Es wird darauf ankommen, das auch gut zu kommunizieren und die Notwendigkeit f\u00fcr manche Ma\u00dfnahmen zu erkl\u00e4ren. Dann wird die Akzeptanz auch da sein.<\/p>\n<p><strong>Gegenwind ist da, Quersch\u00fcsse von SP\u00d6, Gr\u00fcnen, Standard und Falter sind abgefeuert, auch die Donnerstags-Demos feiern eine Auferstehung. Wird die FP\u00d6 das \u00fcberstehen?<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich. Wir haben schon ganz anderes erlebt, ich erinnere nur an die uns\u00e4glichen EU-Sanktionen gegen die schwarz-blaue Bundesregierung im Jahr 2000. Damit sind wir auch fertig geworden. Die Frage ist vielmehr, ob es \u00d6sterreich \u00fcberstehen w\u00fcrde, wenn weiterhin eine Regierung links der Mitte fuhrwerkt und unsere Zukunft mit utopistischen politischen Zielen und weltfremden gesellschaftspolitischen Ans\u00e4tzen aufs Spiel setzt. In ganz Europa haben die Menschen genug von dieser Politik! Der Wind der 68er hat ausgeweht und das sp\u00fcren die Linken, daher greifen sie zu den \u00fcblichen Mitteln. Die wirken aber nicht mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201eWer h\u00e4tte etwa vor 20 Jahren gedacht, dass in Wels jemals ein blauer B\u00fcrgermeister regieren wird \u2013 und doch ist es uns 2015 mit Andreas Rabl gelungen.\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>Auch in Linz gelang der FP\u00d6 bei der B\u00fcrgermeisterwahl ein Erfolg: Das erste Mal \u00fcberhaupt zog ein FP\u00d6-Kandidat in die Stichwahl ein. Trotzdem bleibt Linz so wie Wien eine der letzten roten Hochburgen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Wahlbewegung in Linz war gro\u00dfartig. Noch nie wurden so viele Menschen direkt angesprochen, wie etwa bei den tausenden Hausbesuchen. Und das zeigt auch das Erreichen der Stichwahl f\u00fcr Michael Raml, eine Premiere f\u00fcr einen FP\u00d6-Kandidaten. Aber historisch gesehen waren Ballungszentren immer eher sozialdemokratisch gepr\u00e4gt und das l\u00e4sst sich nicht von heute auf morgen \u00e4ndern. Aber auch st\u00e4dtische Hochburgen k\u00f6nnen fallen. Wer h\u00e4tte etwa vor 20 Jahren gedacht, dass in Wels jemals ein blauer B\u00fcrgermeister regieren wird \u2013 und doch ist es uns 2015 mit Andreas Rabl gelungen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Im Land und im Bund bietet die SP\u00d6 hingegen ein desastr\u00f6ses Bild. Was wiederum bedeutet: Au\u00dfer der \u00d6VP sind f\u00fcr die FP\u00d6 mittelfristig keine Partner in Sicht. Gut oder schlecht?<\/strong><\/p>\n<p>Das gilt vice versa. Wir arbeiten mit der \u00d6VP im Land sehr gut und unaufgeregt zusammen, das zeigen uns alle R\u00fcckmeldungen der Menschen. Wir richten uns nichts in der \u00d6ffentlichkeit aus, sondern kl\u00e4ren die Dinge im pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch. Das funktioniert derzeit tadellos. Aber ich habe in der Politik gelernt, dass niemand voraussagen kann, was in ein paar Jahren sein wird. Langfristig wird sich vermutlich auch die SP\u00d6 wieder fangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201eWir sind zu einer politischen Konstante in diesem Land geworden, weil wir bewiesen haben, dass man sich auf uns verlassen kann.\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>Auch in O\u00d6 wird 2027 gew\u00e4hlt. Eine Spectra-Umfrage von November 2024 sah die FP\u00d6 auf Platz 1. Wie realistisch ist die Chance, nach der Steiermark auch O\u00d6 politisch \u201eumzudrehen\u201c, tats\u00e4chlich?<\/strong><\/p>\n<p>Ich halte nicht viel davon, Jahre vor der Wahl dar\u00fcber zu spekulieren, wer Landeshauptmann wird. Die letzten Jahre haben eindr\u00fccklich bewiesen, wie schnelllebig die Politik ist. Es ist eine freiheitliche Tugend den politischen Auftrag ernst zu nehmen, der uns vom W\u00e4hler erteilt wurde \u2013 wir haben uns 2021 auf ein Regierungsprogramm geeinigt, dass es bis 2027 abzuarbeiten gilt. Wir sind zu einer politischen Konstante in diesem Land geworden, weil wir bewiesen haben, dass man sich auf uns verlassen kann. Gleichzeitig stehen wir im Moment vor gro\u00dfen wirtschaftlichen Herausforderungen, die unsere volle Aufmerksamkeit bed\u00fcrfen. Die Industrie ist aufgrund der verfehlten gr\u00fcnen Politik der letzten Regierung in eine gef\u00e4hrliche Schieflage geraten \u2013 diese muss nun begradigt werden.<\/p>\n<p><strong>Die politischen Landschaften sind weltweit im Umbruch, Donald Trump hat in seiner Inaugurationsrede mit dem linken Establishment beinhart aufger\u00e4umt. W\u00fcrden Sie Ihre Antrittsrede auch so anlegen?<\/strong><\/p>\n<p>Jeder hat seinen eigenen politischen Stil, der eine ist offensiver, der andere zur\u00fcckhaltender. Donald Trump ist der lebende Beweis daf\u00fcr, dass man mit einem offensiven politischen Stil Erfolg haben kann. Inhaltlich hat er nicht unrecht. Die Menschen wollen zur\u00fcck zur Normalit\u00e4t, zur\u00fcck zur Realit\u00e4t. Linke Utopien haben nicht nur die Wirtschaft an den Rand des Abgrunds gedr\u00e4ngt, sie haben unsere Gesellschaft auch in ein Korsett gesteckt, dass viele nicht mehr wollen. Zu Recht wie ich meine.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Trump hat auch klargestellt: Es gibt nur zwei Geschlechter. Wie viele gibt\u2018s denn in O\u00d6?<br \/>\n<\/strong>Zwei.<\/p>\n<p><strong>Politische Entwicklungen sind Wellenbewegungen: Einmal gibt\u2019s einen starken Ausschlag nach links wie zuletzt, dann wieder nach rechts. Wie dauerhaft ist der europaweite Richtungsschwenk diesmal?<\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Ich habe zwar keine Glaskugel, aber wie schon zuvor gesagt, es ist eindeutig sp\u00fcrbar, dass die Menschen genug haben von den linken Utopien und dem Hang zum Erziehen der Bev\u00f6lkerung, wie sie die 68er jetzt seit Jahrzehnten praktizieren. Das Pendel, das seit damals nach links ausgeschlagen hat, schwingt jetzt zur\u00fcck. Und ich denke dauerhaft. Es ist an der Zeit, dass Politik rechts der Mitte Vernunft und Normalit\u00e4t in die Gesellschaft zur\u00fcckbringt. Genau daher werden diese Parteien weltweit gew\u00e4hlt und das ist auch gut so.<\/p>\n<p><em>Das Interview f\u00fchrte W. Holzleitner, es ist am 5. Februar 2025 auf <a href=\"https:\/\/www.linza.at\/haimbuchner-talk\/\">https:\/\/www.linza.at\/haimbuchner-talk\/<\/a> erschienen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner: &#8222;B\u00fcrger haben genug von linken Utopien&#8220; Nicht nur im Bund befindet sich die FP\u00d6 auf einem H\u00f6henflug, laut einer Spectra-Umfrage von November 2024 liegen die Blauen auch O\u00d6 auf Platz 1. Landeshauptmann-Stv. Manfred Haimbuchner im LINZA-Talk zur aktuellen Lage. 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