{"id":21285,"date":"2025-06-10T13:24:12","date_gmt":"2025-06-10T11:24:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=21285"},"modified":"2025-06-10T13:24:12","modified_gmt":"2025-06-10T11:24:12","slug":"zukunft-gesundheit-entlastung-und-reformen-statt-systemversagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/zukunft-gesundheit-entlastung-und-reformen-statt-systemversagen\/","title":{"rendered":"Zukunft Gesundheit: Entlastung und Reformen statt Systemversagen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<em>Von \u00fcberlasteten Ambulanzen, parteipolitisch gefesselten Kassen und veralteter Spitalsinfrastruktur \u2013 Ober\u00f6sterreichs FP\u00d6 fordert eine tiefgreifende Gesundheitsreform. FP\u00d6-Landesparteiobmann, Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner und der Linzer FP\u00d6-Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml fordern gemeinsam den \u201eehrlichen Willen zur Ver\u00e4nderung\u201c. Beide freiheitlichen Politiker forderten mit Nachdruck eine Reform statt der derzeitigen Symptombehandlung, \u201eeine echte, tiefgreifende Reform ist n\u00f6tig. Die B\u00fcrger erwarten zu Recht, dass Gesundheitspolitik endlich wieder zum Wohl der Patienten gemacht wird und nicht l\u00e4nger zum Nutzen einiger weniger parteipolitischer Kader.\u201c Die Forderung: Schluss mit parteipolitischem Postenschacher, Schluss mit unn\u00f6tiger B\u00fcrokratie \u2013 und stattdessen ein Gesundheitssystem, das funktioniert, nachhaltig organisiert ist und den Menschen dient.<\/em><\/p>\n<p><strong>Spit\u00e4ler am Limit \u2013 aber wohin mit den Patienten?<\/strong><\/p>\n<p>Die Spitalsambulanzen in Ober\u00f6sterreich sind vielerorts \u00fcberf\u00fcllt. Patienten suchen Hilfe, wo eigentlich niedergelassene \u00c4rzte gefragt w\u00e4ren. Eine einfache Umleitung in den ambulanten Bereich k\u00f6nne laut Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner nicht funktionieren: \u201eMan darf bitte nicht dem Irrglauben erliegen, man k\u00f6nne einfach so die Patientenstr\u00f6me aus den \u00fcberf\u00fcllten Spitalsambulanzen lenken, ohne anderswo zuvor einen Wellenbrecher in Form einer tragf\u00e4higen, funktionierenden und vor allem nachhaltigen Struktur aufgebaut zu haben.\u201c Dieser \u201eWellenbrecher\u201c sei laut Haimbuchner der niedergelassene Bereich \u2013 also Gruppenpraxen, Prim\u00e4rversorgungseinrichtungen und Einzelordinationen \u2013, der besser ausgestattet, strukturell effizienter organisiert und fl\u00e4chendeckend verf\u00fcgbar sein m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Einige zentrale Ma\u00dfnahmen:<\/p>\n<ul>\n<li>Finanzielle Aufwertung des niedergelassenen Bereichs<\/li>\n<li>Effizientes Entlassungsmanagement zur Vermeidung von R\u00fcckaufnahmen<\/li>\n<li>Digitale Vernetzung und Transparenz (z.\u202fB. OP-Wartezeiten)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die \u00d6GK: Ein B\u00fcrokratiemonster auf Kosten der Patienten?<\/strong><\/p>\n<p>Einer der gr\u00f6\u00dften Kritikpunkte in der Pressekonferenz \u201eZukunft: Gesundheit \u2013 Entlastung und Reformen\u201c\u00a0 war die \u00d6sterreichische Gesundheitskasse (\u00d6GK). Raml wurde deutlich: \u201eDas ist angesichts des allgemeinen Spardrucks und den angek\u00fcndigten Leistungsk\u00fcrzungen f\u00fcr die Patienten eine blanke Verh\u00f6hnung der Bev\u00f6lkerung.\u201c Konkret geht es dabei um ein Luxusseminar mit 250 \u00d6GK-Funktion\u00e4ren im \u201eGolfhotel des Jahres\u201c, w\u00e4hrend gleichzeitig massive Sparma\u00dfnahmen angek\u00fcndigt wurden:<\/p>\n<ul>\n<li>Bis zu 1 Milliarde Euro Verlust f\u00fcr das Jahr 2025<\/li>\n<li>Selbstbehalte bei Krankentransporten,<\/li>\n<li>Genehmigungspflicht f\u00fcr MRT und CT,<\/li>\n<li>Erh\u00f6hung der Pensionistenbeitr\u00e4ge auf 6\u202f%<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zudem betont Haimbuchner, dass nur 15 Prozent der ins System eingezahlten Beitr\u00e4ge bei den Patienten ankommen, w\u00e4hrend der Gro\u00dfteil in \u201eGremien, Verwaltungsabl\u00e4ufe und Machtk\u00e4mpfe\u201c flie\u00dfe: \u201eSolange man es nicht schafft, diese ineffizienten und teuren Strukturen zu durchbrechen, werden wir das Problem der Gesundheitsversorgung nicht l\u00f6sen k\u00f6nnen.\u201c Die Forderung der beiden: Der Leistungskatalog der \u00d6GK m\u00fcsse sich ausschlie\u00dflich an medizinischer Notwendigkeit orientieren \u2013 nicht an parteipolitischem Kalk\u00fcl.<\/p>\n<p><strong>\u00c4rztekammer statt Parteifunktion\u00e4re: Wer soll gestalten?<\/strong><\/p>\n<p>Die \u00c4rztekammer solle \u2013 trotz interner Reformbed\u00fcrftigkeit \u2013 wieder zentraler Partner in der Gesundheitspolitik werden. Denn: \u201eDie \u00c4rztekammer ist die einzige demokratisch legitimierte Interessenvertretung der \u00c4rzteschaft\u201c, so Haimbuchner. Ex-Gesundheitsminister Rauch habe durch den Ausschluss der \u00c4rztekammer im Reformprozess wertvolle Expertise verschenkt. Die \u00d6GK d\u00fcrfe keine gestaltende Rolle \u00fcbernehmen \u2013 ihre Aufgabe sei die Finanzierung, nicht die Steuerung, so Raml und Haimbuchner unisono.<\/p>\n<p><strong>Digitalisierung: Von wegen \u201emoderne Medizin\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Was in vielen Spit\u00e4lern fehlt, sind nicht einmal \u201eZukunftstechnologien\u201c, sondern Basics: funktionierendes WLAN, Laptops oder elektronische Dienstpl\u00e4ne. Dr. Raml dazu: \u201eGanz oft fehlt es leider an grundlegenden Dingen. Die Sanit\u00e4ranlagen, das Mobiliar oder der L\u00e4rmschutz funktionieren teilweise nicht einmal auf Basislevel.\u201c Die Folge: \u00c4rzte verbringen zu viel Zeit mit Administration statt Patientenversorgung. Die L\u00f6sung: digitale Systeme, Telemedizin, mehr administratives Personal. Dabei w\u00fcrden sich auch enorme Kosten einsparen lassen:<\/p>\n<ul>\n<li>Spitalsbesuch: rund 1.200\u202f\u20ac<\/li>\n<li>Ambulanzbesuch: 400\u202f\u20ac<\/li>\n<li>Hausarztbesuch: 100\u202f\u20ac<\/li>\n<li>Telemedizinische Konsultation: deutlich g\u00fcnstiger \u2013 und effizienter<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Finanzielle Belastung durch Migration?<\/strong><\/p>\n<p>Raml griff bei der Pressekonferenz auch das Thema Migration und ihre Kosten auf. Laut Eco Austria beliefen sich die Gesamtkosten der Asylmigration von 2015 bis 2025 auf 21,64 Milliarden Euro, wobei die Gesundheitsausgaben 3,49 Milliarden Euro betragen \u2013 j\u00e4hrlich also rund 349 Millionen Euro. \u201eDamit w\u00e4re auch einmal das M\u00e4rchen widerlegt, wonach die Asylmigration mehr Nutzen bringt als sie kostet\u201c, so Raml.\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von \u00fcberlasteten Ambulanzen, parteipolitisch gefesselten Kassen und veralteter Spitalsinfrastruktur \u2013 Ober\u00f6sterreichs FP\u00d6 fordert eine tiefgreifende Gesundheitsreform. FP\u00d6-Landesparteiobmann, Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner und der Linzer FP\u00d6-Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml fordern gemeinsam den \u201eehrlichen Willen zur Ver\u00e4nderung\u201c. Beide freiheitlichen Politiker forderten mit Nachdruck eine Reform statt der derzeitigen Symptombehandlung, \u201eeine echte, tiefgreifende Reform ist n\u00f6tig. 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