{"id":21343,"date":"2025-07-18T11:43:52","date_gmt":"2025-07-18T09:43:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=21343"},"modified":"2025-07-18T11:43:52","modified_gmt":"2025-07-18T09:43:52","slug":"jku-linz-maenner-bei-ki-professuren-ausgeschlossen-haimbuchner-spricht-von-ideologisch-motivierter-schaedigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/jku-linz-maenner-bei-ki-professuren-ausgeschlossen-haimbuchner-spricht-von-ideologisch-motivierter-schaedigung\/","title":{"rendered":"JKU Linz: M\u00e4nner bei KI-Professuren ausgeschlossen \u2013 Haimbuchner spricht von \u201eideologisch motivierter Sch\u00e4digung\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<strong>\u00a0<\/strong><em>Die Johannes-Kepler-Universit\u00e4t (JKU) Linz steht nach aktuellen Medienberichten im Zentrum einer kontroversen Debatte: Bei der geplanten Besetzung von f\u00fcnf neuen Tenure-Track-Professuren im Bereich der K\u00fcnstlichen Intelligenz sollen ausschlie\u00dflich Frauen zugelassen werden. M\u00e4nner sind demnach von der Bewerbung ausgeschlossen. Dieses Vorgehen sorgt nicht nur f\u00fcr rechtspolitische Diskussionen, sondern auch f\u00fcr heftige Kritik aus der Landespolitik \u2013 insbesondere von FP\u00d6-Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner.<\/em><\/p>\n<p>Haimbuchner zeigt sich emp\u00f6rt \u00fcber die geplante Personalpolitik der JKU: \u201eUniversit\u00e4ten sollten Orte der freien Wissenschaft sein, die allen Menschen \u2013 unabh\u00e4ngig vom Geschlecht \u2013 gleiche Chancen bieten. Was hier praktiziert wird, ist keine F\u00f6rderung, sondern eine ideologisch motivierte Ausgrenzung und rechtlich h\u00f6chst fragw\u00fcrdig.\u201c Er warnt vor massiven Rechtsfolgen: Sollte ein m\u00e4nnlicher Bewerber klagen, sei angesichts der europ\u00e4ischen Rechtsprechung mit hohen Verfahrenskosten und Entsch\u00e4digungszahlungen zu rechnen.<\/p>\n<p><strong>\u201eGleichstellung darf nicht zur Diskriminierung werden\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Besonders unverst\u00e4ndlich erscheint dem freiheitlichen Landesparteiobmann das Vorgehen vor dem Hintergrund der strategischen Bedeutung von K\u00fcnstlicher Intelligenz: \u201eOber\u00f6sterreich k\u00f6nnte sich mit gezielter Forschung und Lehre im KI-Bereich europaweit profilieren. Die JKU h\u00e4tte hier eine Vorreiterrolle \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Stattdessen gef\u00e4hrdet man durch ideologisch getriebene Fehlentscheidungen die internationale Reputation der gesamten Region als Wissenschaftsstandort.\u201c Haimbuchner sieht darin eine vertane Chance und spricht von einem \u201eReputationsschaden mit Ansage\u201c. F\u00fcr ihn ist klar: Die k\u00fcnstliche Verknappung von Bewerbergruppen schw\u00e4cht den Wettbewerb und reduziert die wissenschaftliche Qualit\u00e4t. \u201eSo schafft man keine Exzellenz, sondern verhindert sie\u201c, so der Jurist.<\/p>\n<p>Haimbuchner res\u00fcmiert und findet klare Worte in Richtung der Uni-Leitung: \u201eDieses Vorgehen hat wenig mit \u201aK\u00fcnstlicher Intelligenz\u2018 zu tun, sondern tr\u00e4gt vielmehr das Etikett \u201aKeine Intelligenz\u2018. Wer glaubt, Gleichstellung durch einseitige Ausschl\u00fcsse zu erreichen, betreibt keine Fortschrittspolitik, sondern betreibt R\u00fcckschritt auf Kosten der Wissenschaft und des Standorts.\u201c Die Debatte d\u00fcrfte jedenfalls nicht so schnell abrei\u00dfen \u2013 juristische Auseinandersetzungen sind bereits absehbar. Ob und wie die JKU auf die Kritik reagiert, bleibt abzuwarten. Der Ruf nach sachlicher Personalpolitik und rechtskonformer Ausschreibung d\u00fcrfte jedenfalls lauter werden.\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Die Johannes-Kepler-Universit\u00e4t (JKU) Linz steht nach aktuellen Medienberichten im Zentrum einer kontroversen Debatte: Bei der geplanten Besetzung von f\u00fcnf neuen Tenure-Track-Professuren im Bereich der K\u00fcnstlichen Intelligenz sollen ausschlie\u00dflich Frauen zugelassen werden. M\u00e4nner sind demnach von der Bewerbung ausgeschlossen. 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