{"id":21373,"date":"2025-07-28T08:42:43","date_gmt":"2025-07-28T06:42:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=21373"},"modified":"2025-07-28T08:42:43","modified_gmt":"2025-07-28T06:42:43","slug":"haimbuchner-im-kurier-interview-haben-die-moeglichkeit-platz-eins-zu-erreichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/haimbuchner-im-kurier-interview-haben-die-moeglichkeit-platz-eins-zu-erreichen\/","title":{"rendered":"Haimbuchner im KURIER-Interview: &#8222;Haben die M\u00f6glichkeit, Platz eins zu erreichen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<strong><em>Hier das aktuelle KURIER-Interview mit KURIER-Chefred. Dr. Josef Ertl:<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Die FP\u00d6 greift nach dem Sessel des Landeshauptmanns. Sie will \u00fcber die Wahl 2027 hinaus mit der \u00d6VP koalieren. Manfred Haimbuchner (46) ist Landeshauptmannstellvertreter, Landesparteiobmann und stellvertretender Bundesparteiobmann der FP\u00d6.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>KURIER:<\/strong>\u00a0<strong>Sie haben am Landesparteitag verk\u00fcndet, die FP\u00d6 k\u00f6nne Historisches schaffen. Was ist f\u00fcr Sie Historisches? Landeshauptmann zu werden?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Manfred Haimbuchner:\u00a0<\/strong>Wir haben die M\u00f6glichkeit, bei der Landtagswahl 2027 das historisch beste Ergebnis zu erreichen. Oder gar den Platz eins. Mit den 30 Prozent im Jahr 2015 haben wir uns \u00fcber unserem Wert geschlagen, 2021 mit den knapp 20 Prozent unter unserem Wert.<\/p>\n<p><strong>Belastet Ihre St\u00e4rke nicht das Koalitionsklima? F\u00fcr die \u00d6VP und Thomas Stelzer ist das eine enorme Herausforderung, denn sie k\u00f6nnten das erste Mal in der Zweiten Republik den Landeshauptmann verlieren.<\/strong><\/p>\n<p>Nein. Die gr\u00f6\u00dfte Belastung f\u00fcr die \u00d6VP ist ihre eigene Regierung in Wien. Diesen Druck sp\u00fcrt man. Es hat sich weder in der Zusammenarbeit noch pers\u00f6nlich irgendetwas ge\u00e4ndert. Am Ende ist Landespolitik die Politik des Machbaren. Nachdem ich ein gro\u00dfer Pragmatiker bin, vielleicht f\u00fcr manche in der Partei ein zu gro\u00dfer Pragmatiker, ist das kein Problem in der t\u00e4glichen Zusammenarbeit.<\/p>\n<p><strong>Selbst wenn Sie Erster werden, ben\u00f6tigen Sie einen Koalitionspartner. Sie haben stets betont, dass die \u00d6VP den Vorzug hat. Gilt diese Aussage nach wie vor?<\/strong><\/p>\n<p>Die zwei st\u00e4rksten Parteien koalieren jetzt miteinander, im Jahr 2027 soll diese Zusammenarbeit fortgesetzt werden, unabh\u00e4ngig davon, wer Erster oder Zweiter ist. Das war und ist das Beste f\u00fcr unser Heimatland. F\u00fcr mich ist eine Koalition mit der Winkler-SP\u00d6 ausgeschlossen. Jeder, der rechtsb\u00fcrgerliche und rechtsliberale Ansichten wie ich vertritt, kann auf keine andere Idee kommen. Es ist entscheidend, dem B\u00fcrger reinen Wein einzuschenken und zu sagen, was Sache ist. So wendig wie die \u00d6VP bei Koalitionen ist, bin ich nicht. Es w\u00fcrde mir auch im Bund nicht einfallen, mit jemand anderem zu koalieren.<\/p>\n<p><strong>Was bekommt der W\u00e4hler, wenn er sich f\u00fcr einen Landeshauptmann Haimbuchner anstelle von Stelzer entscheidet? Was ist der Unterschied, was wird anders im Land?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der W\u00e4hler h\u00e4tte auf Bundesebene eine andere Koalition bekommen.<\/p>\n<p><strong>Wir sind in der Landespolitik.<\/strong><\/p>\n<p>Es muss \u00fcber die L\u00e4nder Druck aufgebaut werden, damit dem Mehrheitswillen Rechnung getragen wird. \u00d6sterreich ist immer ein konservatives Land gewesen, auch in der Kreisky-Zeit.<\/p>\n<p><strong>Das Motto war, links diskutieren, rechts regieren.<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin der Meinung, rechts diskutieren und rechts regieren. Ich bin ein freier Mensch, ich bin keinen Interessen verpflichtet, die es auf anderen Seiten gibt. Deswegen kann ich Dinge vertreten, bei denen sich die \u00d6VP schwerertut. In der Transformation von Wirtschaft und Industrie, in der Gesellschaftspolitik, wo die urbanen Teile der \u00d6VP \u00fcber den bunten Zebrastreifen h\u00fcpfen. Die Menschen sehnen sich nach einer normalen rechtskonservativen, liberalen Politik mit einer sozialen Verantwortung, damit man gewisse Dinge abstellt. Das hat mit der \u00d6VP gut funktioniert, w\u00fcrde aber besser funktionieren, wenn die FP\u00d6 an St\u00e4rke gewinnt. Der W\u00e4hler bekommt einen v\u00f6llig soliden Zugang zur Finanzpolitik.<\/p>\n<p><strong>Den hat er bereits.<\/strong><\/p>\n<p>Den hat er durch die FP\u00d6.<\/p>\n<p><strong>Das kommt also von Ihnen, nicht vom Finanzreferenten Stelzer?<\/strong><\/p>\n<p>Dort, wo die FP\u00d6 regiert, sind die Finanzen in Ordnung. Schauen wir nach Wels.<\/p>\n<p><strong>Die Welser Finanzen waren auch unter der SP\u00d6-F\u00fchrung wesentlich besser als in anderen St\u00e4dten.<\/strong><\/p>\n<p>Die Welser SP\u00d6 war eine abgehauste Antifa-Partie. So wie in anderen St\u00e4dten wie Berlin. Nur mit einer FP\u00d6 war der Schuldendeckel m\u00f6glich. Mich kann man sehr gut daran messen, wie ich in den vergangenen 16 Jahren meine Ressorts gef\u00fchrt habe.<\/p>\n<p><strong>Mit dem neuen SP\u00d6-Vorsitzenden und Landesrat Martin Winkler ist nun ein neuer Mann im Spiel der Landespolitik.<\/strong>\u00a0<strong>F\u00fcr die \u00d6VP tut sich mit ihm ein neuer, m\u00f6glicher Koalitionspartner auf. Wie sehen Sie ihn?<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr mich kommt er nicht als Koalitionspartner infrage.<\/p>\n<p><strong>Er verf\u00fcgt \u00fcber starke Wirtschaftskompetenz.<\/strong><\/p>\n<p>Bis jetzt habe ich in seinen Interviews eine Infantilisierung der Politik vorgefunden.<\/p>\n<p><strong>Wo machen Sie sie fest?<\/strong><\/p>\n<p>Dass er zum Beispiel gerne den Schweinsbraten in der Landesverfassung h\u00e4tte.<\/p>\n<p><strong>Er hat Ihnen vorgeworfen, dass Sie gerne den Schweinsbraten in der Verfassung h\u00e4tten.<\/strong><\/p>\n<p>Das ist seine Idee, denn ich habe das nie gesagt. Vielleicht ist das die gescheiteste Idee der SP\u00d6. Zum Beispiel im Vergleich zu der, dass man m\u00f6glichst viele Ausl\u00e4nder einb\u00fcrgert, damit sie mehr Stimmen bekommt. Die SP\u00d6 t\u00e4uscht sich da, denn die meisten Migranten, die eine Arbeit und die Staatsb\u00fcrgerschaft haben, w\u00e4hlen n\u00e4mlich die FP\u00d6. Sonst habe ich von Winkler nicht viel wahrgenommen.<\/p>\n<p><strong>Winkler sieht in Ihnen Putins besten Mann in der Landesregierung. Er bezeichnet Sie als Manfred Manfredowitsch Haimbuchnerov. Sie haben ihn dann beim n\u00e4chsten Treffen mit Nastrovje begr\u00fc\u00dft.<\/strong><\/p>\n<p>Ich kann mit politischen Bl\u00f6dheiten der Mitbewerber gut umgehen. Im Unterschied zu den Linken, die keinen Humor haben. Die Menschen verstehen das nicht, denn sie sind konfrontiert mit der Teuerung, mit einem Land, das f\u00fcr sie zum Teil nicht mehr erkennbar ist, mit einer Wirtschaft, die nicht funktioniert. Und das konservative Familienmodell wird nicht mehr als Vorbild gelebt. Ich lebe Familie und marschiere nicht wie ein Hallodri durch das Land.<\/p>\n<p><strong>Winkler spricht mit seiner sarkastischen Kritik einen kritischen Punkt an. Sie haben sich vor Jahren kritisch zum Freundschaftsvertrag mit der Putin-Partei ge\u00e4u\u00dfert. Seither hat man dazu von Ihnen nichts mehr geh\u00f6rt. Im Gegenteil, Sie lehnen die EU-Sanktionen wegen Russlands Angriff auf die Ukraine ab, \u00d6sterreich soll weiter Gas aus Russland beziehen.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ich war noch nie in Russland und habe noch nie einen Vertreter Russlands getroffen. Soll ich als Vertreter Ober\u00f6sterreichs kritische Aussagen zu China, Russland, Kanada, Brasilien etc. treffen? Ich bin in Ober\u00f6sterreich zu Hause, da mache ich meine Politik.<\/p>\n<p><strong>Zur EU \u00e4u\u00dfern Sie sich auch h\u00e4ufig.<\/strong><\/p>\n<p>Die EU ist bei mir jeden Tag am Schreibtisch. Mit der Geb\u00e4ude-Richtlinie, mit der Renaturierung, mit der Vogelschutz-Richtlinie etc. Die Wahnsinnigkeiten habe ich jeden Tag da. Wenn es mich und meine Beamten nicht g\u00e4be, h\u00e4tten wir dumme Umsetzungen der Geb\u00e4ude-Richtlinie und eine Verteuerung des Bauens ab n\u00e4chstem Jahr. Die SP\u00d6 soll sich mit ihren Leuten besch\u00e4ftigen, die den Boden in Moskau abgeschmust haben.<\/p>\n<p>Wir bekommen in Europa \u00fcber Umwege sowieso Gas aus Russland. Es wird einmal eine Zeit nach Putin geben, da wird es\u2002wieder eine Zusammenarbeit mit Russland geben m\u00fcs-sen.<\/p>\n<p><strong>Das Opfer dieser Politik ist die Ukraine. Der EU-Parlamentarier Roman Haider, FP\u00d6-Mann aus Aschach, hat gemeint, es w\u00fcrde ihn nicht wundern, wenn sich Putin die Ukraine bis zum Dnepr schnappen w\u00fcrde. Der Dnepr flie\u00dft mitten durch Kiew. Ist die Teilung der Ukraine f\u00fcr Sie eine L\u00f6sung?<\/strong><\/p>\n<p>So hat Haider das nicht gemeint. Er hat gesagt, dass das die Folge eines Abn\u00fctzungskrieges sein k\u00f6nnte. Das wird auch so passieren. Nicht, weil das meine Meinung ist, sondern es werden die Russen wahrscheinlich die besetzten Gebiete nicht aufgeben. Es muss Frieden einkehren. Es ist eine Wunschvorstellung, die Russen zu besiegen. Jeden Tag sterben dort viele Menschen. Ich mache sicher nicht mit, einen milit\u00e4rischen Konflikt zwischen Russland und Europa anzustreben.<\/p>\n<p><strong>Macht das die NATO?<\/strong><\/p>\n<p>Der Eindruck erh\u00e4rtet sich schon, dass man dort weniger auf Frieden setzt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Ist die Ukraine f\u00fcr Sie eine Nation?<\/strong><\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Sie sind f\u00fcr die Familienpolitik zust\u00e4ndig. Unsere Sozialsysteme funktionieren nur mehr aufgrund von Zuwanderung. Man kann die Gr\u00f6\u00dfe des Migrationsstroms kritisieren, aber es ist eine Tatsache, dass die heimische Geburtenanzahl zu niedrig ist. Warum gibt es nicht mehr Geburten?<\/strong><\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen unterscheiden zwischen jener Migration, die wir ben\u00f6tigen, und der fundamentalistisch-islamistischen Migration in den Sozialstaat. Aus allen Umfragen wissen wir, dass sich die Menschen mehr Kinder w\u00fcnschen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Woran scheitert es?<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt eine finanzielle Komponente. Die Leistungstr\u00e4ger werden bestraft. Der zweite Punkt ist die Einstellung zum Leben, zu Mutter, Vater und Kindern. Es werden alle anderen Lebensformen propagiert. Wir haben jetzt im Juni wieder das narrische Monat gehabt.<\/p>\n<p><strong>Mehr Kinder statt Pride-Parade?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Eine tolle Formulierung. Es w\u00e4re wichtiger, Paraden f\u00fcr die Familien zu machen. Wenn aber selbst die Kirchen mit den komischen Fahnen herumrennen, darf es verwundern, wenn sie untergehen.<\/p>\n<p><em>Das Interview ist am Sonntag, 27. Juli 2025 unter <a href=\"https:\/\/kurier.at\/chronik\/oberoesterreich\/fpoe-haimbuchner-haben-die-moeglichkeit-platz-eins-zu-erreichen\/403061137\">https:\/\/kurier.at\/chronik\/oberoesterreich\/fpoe-haimbuchner-haben-die-moeglichkeit-platz-eins-zu-erreichen\/403061137<\/a> erschienen.<\/em>\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier das aktuelle KURIER-Interview mit KURIER-Chefred. Dr. Josef Ertl: Die FP\u00d6 greift nach dem Sessel des Landeshauptmanns. Sie will \u00fcber die Wahl 2027 hinaus mit der \u00d6VP koalieren. Manfred Haimbuchner (46) ist Landeshauptmannstellvertreter, Landesparteiobmann und stellvertretender Bundesparteiobmann der FP\u00d6.\u00a0 KURIER:\u00a0Sie haben am Landesparteitag verk\u00fcndet, die FP\u00d6 k\u00f6nne Historisches schaffen. Was ist f\u00fcr Sie Historisches? 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