{"id":21411,"date":"2025-08-04T12:40:14","date_gmt":"2025-08-04T10:40:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=21411"},"modified":"2025-08-04T12:40:14","modified_gmt":"2025-08-04T10:40:14","slug":"equal-pension-day-weibliche-care-arbeit-endlich-zur-altersabsicherung-anrechnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/equal-pension-day-weibliche-care-arbeit-endlich-zur-altersabsicherung-anrechnen\/","title":{"rendered":"Equal Pension Day: \u201eWeibliche Care Arbeit endlich zur Altersabsicherung anrechnen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<em>Sehr markant ist nach wie vor der Pensionsunterschied zwischen M\u00e4nnern und Frauen in \u00d6sterreich, aber auch im Bundesl\u00e4ndervergleich gibt es Unterschiede. Der so genannte \u201eEqual Pension Day\u201c ist f\u00fcr \u00d6sterreich heuer am 7. August, in Ober\u00f6sterreich war er schon am 19. Juli. Dieser Tag markiert jenen Tag, an dem M\u00e4nner bereits so viel Pension erhalten haben, wie Frauen erst bis zum Jahresende bekommen. \u00a0Dieser markante Unterschied an Pensionsh\u00f6he ist auch Grund f\u00fcr die bestehende Altersarmut, die in \u00d6sterreich nach wie vor weiblich ist, immerhin ist jede f\u00fcnfte Pensionistin laut Momentum- Institut von Altersarmut gef\u00e4hrdet. Die Frauensprecherin des FP\u00d6-Parlamentsklubs, NAbg. Rosa Ecker und die Frauensprecherin der FP\u00d6 Ober\u00f6sterreich, 2. LT-Pr\u00e4sidentin Sabine Bindermachen deutlich: In \u00d6sterreich erhalten Frauen im Alter im Durchschnitt 1.000 Euro weniger Pension pro Monat als M\u00e4nner. Der Gender\u2011Pension\u2011Gap betr\u00e4gt weiter rund 40<\/em><em>\u202fProzent, was Frauen in die finanzielle Abh<\/em><em>\u00e4ngigkeit treibt <\/em><em>\u2013 sei es vom Partner oder von Sozialleistungen.<\/em><em>\u00a0 <\/em><\/p>\n<p>Ecker erneuert ihre Kritik: \u201eBleiben wir in unserem Land beim aktuellen Reformtempo, so wird der Gender Pension Gap erst in \u00fcber 90 Jahren geschlossen. Das ist f\u00fcr uns Freiheitliche absolut inakzeptabel.\u201c Und Binder erg\u00e4nzt: \u201eIn Ober\u00f6sterreich war der Equal Pension Day bereits vor einigen Wochen, f\u00fcr das Industrie- und Wirtschaftsbundesland eine mehr als traurige Bilanz.\u201c<\/p>\n<p>Die freiheitlichen Frauensprecherinnen erneuern daher ihre Forderung mit Nachdruck, wonach die Care-Arbeit \u2013 egal ob f\u00fcr Kindererziehung oder f\u00fcr Pflegearbeit \u2013 endlich auch f\u00fcr die Absicherung im Alter ber\u00fccksichtigt werden muss. \u201eObwohl viele Frauen w\u00e4hrend ihrer Arbeitsbiografie Kinder erziehen, Teilzeit arbeiten oder Angeh\u00f6rige pflegen, wird dies im Pensionssystem kaum ber\u00fccksichtigt\u201c, kritisiert Ecker. Statt eines fairen Ausgleichs w\u00fcrden Frauen oft nur mit Almosen abgespeist. Die Politik sei gefordert: \u201eL\u00f6hne in Niedriglohnbereichen m\u00fcssen steigen, der \u201aBeruf Mutter\u2018 muss mit anrechenbaren Pensionszeiten anerkannt und Teilzeitm\u00fctter gezielt unterst\u00fctzt werden\u201c, so Ecker und Binder.<\/p>\n<p><strong>Massive Teilzeitquote verschlimmert die Situation \u2013 Ohne famili\u00e4re Pflege w\u00fcrde unser Pflegesystem zusammenbrechen<\/strong><\/p>\n<p>Ecker weist auch auf die weiterhin hohe Teilzeitquote hin: Frauen arbeiten deutlich h\u00e4ufiger in Teilzeit als M\u00e4nner \u2013 mit entsprechenden Einbu\u00dfen bei Pension und Sozialversicherung. Besonders Frauen mit Kinderbetreuung oder Pflegepflicht seien dadurch benachteiligt \u2013 obwohl sie gesellschaftlich wichtige Aufgaben leisten. \u201eDie Politik ist gefordert, endlich die \u00fcberf\u00e4lligen Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Frauen erm\u00f6glicht wird, eigenst\u00e4ndig und nicht nur \u00fcber Ehepartner eine Pension zum Auslangen zu erreichen\u201c, hebt Ecker hervor, dass bei der Kindererziehung und Pflegearbeit diese Zeit f\u00fcr die Pension angerechnet werden m\u00fcsse. Fazit von Ecker und Binder: \u201eIn Wahrheit verursacht auch diese weibliche Care Arbeit die finanziellen Nachteile bei der Pensionierung. Ohne famili\u00e4re Pflege w\u00fcrde unser Pflegesystem zusammenbrechen.\u201c<\/p>\n<p>Auch zur regen Debatte \u00fcber die hohe Teilzeitquote haben die beiden freiheitlichen Frauensprecherinnen eine klare Haltung: \u201eViele Frauen haben wegen der Betreuung und Pflege keinerlei Wahlfreiheit, ob sie einer Teilzeit- oder Vollzeitarbeit nachgehen wollen. Ihnen ist es einfach nicht m\u00f6glich. Unser Pflegesystem in \u00d6sterreich wird durch viele Frauen, die in den Familien die wertvolle Pflegebetreuung von Angeh\u00f6rigen leisten gesichert. Ohne diese h\u00e4usliche Betreuung w\u00e4re die ohnehin prek\u00e4re Situation schon l\u00e4ngst kollabiert. Auch dar\u00fcber m\u00fcssen wir angesichts des Equal Pension Day offen reden: Ja, Frauen arbeiten oftmals nicht Vollzeit, was sich in sp\u00e4terer Folge auf deren Pension im Alter auswirkt. Es liegt aber an der Politik, endlich die Care Arbeit auch sozialrechtlich f\u00fcr die Pensionen anzurechnen. Dann k\u00f6nnten wir mit Sicherheit viele F\u00e4lle der weiblichen Altersarmut lindern.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr markant ist nach wie vor der Pensionsunterschied zwischen M\u00e4nnern und Frauen in \u00d6sterreich, aber auch im Bundesl\u00e4ndervergleich gibt es Unterschiede. Der so genannte \u201eEqual Pension Day\u201c ist f\u00fcr \u00d6sterreich heuer am 7. August, in Ober\u00f6sterreich war er schon am 19. Juli. 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