{"id":21448,"date":"2025-08-14T14:19:45","date_gmt":"2025-08-14T12:19:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=21448"},"modified":"2025-08-14T14:19:45","modified_gmt":"2025-08-14T12:19:45","slug":"rh-bericht-zu-landesaerztekammern-reform-der-gesundheitskassen-war-der-richtige-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/rh-bericht-zu-landesaerztekammern-reform-der-gesundheitskassen-war-der-richtige-weg\/","title":{"rendered":"RH-Bericht zu Landes\u00e4rztekammern: \u00a0Reform der Gesundheitskassen war der richtige Weg"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<strong>\u201eFalsche politische Schuldzuweisung und haltloser Angriff auf die \u00c4rzteschaft\u201c<\/strong><\/p>\n<p><em>Im aktuellen Rohbericht kritisiert der Rechnungshof vor allem die Rolle der Landes\u00e4rztekammern und fordert eine Einschr\u00e4nkung ihrer Kompetenzen. Nach Ansicht der Pr\u00fcfer tr\u00fcgen die Standesvertretungen mit dazu bei, dass Reformen im Gesundheitssystem gebremst w\u00fcrden. Au\u00dferdem wird die Zusammenlegung der Krankenkassen unter T\u00fcrkis-Blau weiterhin als strukturelles Problem dargestellt. Diese Schwerpunktsetzung st\u00f6\u00dft nun auf heftigen Widerstand seitens der FP\u00d6, insbesondere von Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner, der dem Rechnungshof vorwirft, die Verantwortung f\u00fcr Missst\u00e4nde einseitig der \u00c4rzteschaft zuzuschieben.<\/em><\/p>\n<p>Haimbuchner argumentiert, dass der \u00c4rztemangel und die steigende Zahl von Leistungsbeziehern bei gleichzeitig sinkender Zahl an Beitragszahlern die eigentliche Ursache f\u00fcr die Krise im Gesundheitssystem seien. Statt die \u00c4rzte zu attackieren, die das System am Laufen hielten, m\u00fcsse man Rahmenbedingungen schaffen, um den Beruf attraktiver zu machen \u2013 vor allem im l\u00e4ndlichen Raum. \u201eDas Gesundheitssystem br\u00f6ckelt bereits an allen Ecken und Enden. Der \u00c4rztemangel macht eine fl\u00e4chendeckende Versorgung von Patienten vor allem am Land immer schwieriger. Gleichzeitig gibt es immer mehr Leistungsbezieher, aber immer weniger Beitragszahler. In diese Situation hinein sollen ausgerechnet jene an den Pranger gestellt werden, die mit ihrer Arbeit das System am Laufen halten: die \u00f6sterreichischen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte. Das ist absolut unverst\u00e4ndlich.\u201c<\/p>\n<p>Scharfe Kritik \u00fcbt Haimbuchner an der \u00d6sterreichischen Gesundheitskasse (\u00d6GK). W\u00e4hrend diese \u00f6ffentlich \u00fcber fehlende Mittel klage, w\u00fcrden gleichzeitig hohe Summen f\u00fcr luxuri\u00f6se Betriebsausfl\u00fcge ausgegeben. Allein f\u00fcr mehrt\u00e4gige Aufenthalte in Hotels wurde wie nun bekannt geworden, in einem Luxushotel daf\u00fcr innerhalb weniger Tage 260.000 Euro und mehr aufgewendet. F\u00fcr Haimbuchner ist dies ein Beleg daf\u00fcr, dass die \u00d6GK ihre eigentliche Rolle als Dienstleisterin f\u00fcr Patienten verfehle und sich zu sehr als politischer Akteur inszeniere.<\/p>\n<p>Auch die immer wieder erhobene Schuldzuweisung, wonach die Fusion der Krankenkassen durch die damalige t\u00fcrkis-blaue Bundesregierung die heutige Misere ausgel\u00f6st habe, weist der FP\u00d6-Politiker zur\u00fcck. Nach f\u00fcnf Jahren h\u00e4tte es das Management der \u00d6GK l\u00e4ngst schaffen m\u00fcssen, stabile Strukturen aufzubauen. Falls dies nicht m\u00f6glich sei, solle man \u00fcberlegen, die Organisation vollst\u00e4ndig in die Obhut der L\u00e4nder zu \u00fcberf\u00fchren: \u201eSeit f\u00fcnf Jahren h\u00f6ren wir die immer gleiche Tr\u00e4nendr\u00fcsen-Geschichte von der Kassenzusammenlegung unter T\u00fcrkis-Blau, die angeblich an allem Schuld sei. Wenn ich es als Management aber in f\u00fcnf Jahren nicht schaffe, eine tragf\u00e4hige Organisation zu bauen, dann muss man fragen, ob die Zusammenlegung der Kassen nicht vielmehr zu kurz gegriffen war und man die \u00d6GK nicht besser vollst\u00e4ndig in die Obhut der L\u00e4nder \u00fcbergibt\u201c, legt der stv. FP\u00d6-Bundesparteiobmann w\u00f6rtlich nach.<\/p>\n<p><strong>Attraktivierung des \u00e4rztlichen Berufs ist einziger Weg aus dem \u00c4rztemangel<\/strong><\/p>\n<p>Besonders vehement widerspricht Haimbuchner der vom Rechnungshof geforderten Beschneidung der Landes\u00e4rztekammern. Diese Selbstverwaltung sei keine privilegierte Machtstellung der \u00c4rzte, sondern eine Schutzfunktion f\u00fcr die B\u00fcrger gegen staatliche \u00dcbergriffigkeit. Gleiches gelte auch f\u00fcr andere freie Berufsgruppen wie die Rechtsanwaltschaft. Die Forderung nach einer \u201eEntmachtung\u201c sei daher ein Angriff auf Grundrechte und ein demokratiepolitisch gef\u00e4hrlicher Schritt.<\/p>\n<p>Als Ausweg aus dem \u00c4rztemangel sieht Haimbuchner ausschlie\u00dflich Ma\u00dfnahmen, die den Beruf f\u00fcr junge Mediziner attraktiver machen. Statt Neiddebatten brauche es ein Klima der Wertsch\u00e4tzung, andernfalls drohe eine Abwanderung ins Ausland. Nur so k\u00f6nne eine hochwertige Gesundheitsversorgung langfristig gesichert werden. \u201eDie Attraktivierung des \u00c4rzteberufs ist der einzige Weg aus dem Mangel an hochwertiger Gesundheitsversorgung. Neiddebatten bringen uns hier nicht weiter, denn dann wandern junge Mediziner einfach ins benachbarte Ausland ab\u201c, so Haimbuchner.<\/p>\n<p>&nbsp;\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eFalsche politische Schuldzuweisung und haltloser Angriff auf die \u00c4rzteschaft\u201c Im aktuellen Rohbericht kritisiert der Rechnungshof vor allem die Rolle der Landes\u00e4rztekammern und fordert eine Einschr\u00e4nkung ihrer Kompetenzen. Nach Ansicht der Pr\u00fcfer tr\u00fcgen die Standesvertretungen mit dazu bei, dass Reformen im Gesundheitssystem gebremst w\u00fcrden. Au\u00dferdem wird die Zusammenlegung der Krankenkassen unter T\u00fcrkis-Blau weiterhin als strukturelles Problem<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":20095,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-21448","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21448"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21448\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}