{"id":21474,"date":"2025-09-03T08:56:42","date_gmt":"2025-09-03T06:56:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=21474"},"modified":"2025-09-03T08:56:42","modified_gmt":"2025-09-03T06:56:42","slug":"orf-sommergespraech-haimbuchner-fordert-neue-wege-fuer-flughafen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/orf-sommergespraech-haimbuchner-fordert-neue-wege-fuer-flughafen\/","title":{"rendered":"ORF-Sommergespr\u00e4ch: Haimbuchner fordert neue Wege f\u00fcr Flughafen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<em>Mehrere zentrale Zukunftsfragen f\u00fcr Ober\u00f6sterreich waren Thema im heurigen ORF- Sommergespr\u00e4ch. FP\u00d6-Landesparteiobmann, Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner spannte im Gespr\u00e4ch mit ORF-Chefredakteur Mag. Stefan Hartl Bogen von energiepolitischen Fragen wie die Rolle der Windkraft bis hin \u00fcber strategische Weichenstellungen f\u00fcr die Landtagswahl im Jahr 2027. Relevantes Thema war zudem die Zukunft des wichtigen Industriestandortes Ober\u00f6sterreich. Weiteres Thema des im M\u00fchlviertel gef\u00fchrten Interviews war der in die Turbulenzen geratene Flughafen Linz. Haimbuchner stellte dabei die Forderung auf, dass das Land Ober\u00f6sterreich &#8211; der Flughafen geh\u00f6rt aktuell zu je 50 Prozent dem Land und der Stadt Linz \u2013 den Flughafen in H\u00f6rsching vollst\u00e4ndig \u00fcbernehmen soll. <\/em><\/p>\n<p><em>Das gesamte Interview ist auf der Homepage des ORF Ober\u00f6sterreich zum Nachsehen und Nachh\u00f6ren zu finden: <a href=\"https:\/\/ooe.orf.at\/stories\/3320010\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/ooe.orf.at\/stories\/3320010\/<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Haimbuchner f\u00fcr sachliche Bewertung zu Windpark Sandl: \u201eZum Zeitpunkt der beh\u00f6rdlichen Entscheidung gilt immer die Rechtslage\u201c<\/strong><\/p>\n<p><em>Zun\u00e4chst diskutiert wurde die Rolle der Windkraft, insbesondere das Projekt Windpark Sandl und die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Beschleunigungs- und Ausschlusszonen. <\/em><\/p>\n<p><strong>Stefan Hartl (ORF): Herr Haimbuchner, der Windpark-Sandl hat von Landeshauptmann Thomas Stelzer eine neue Chance bekommen. Wie bewerten Sie den Schritt des Koalitionspartners?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Manfred Haimbuchner:<\/strong>\u00a0Also das muss man ganz n\u00fcchtern betrachten. Ich bin seit dem Jahr 2009 in der Landesregierung. Ich habe den ersten Windkraft-Masterplan miterlebt unter Federf\u00fchrung des gr\u00fcnen Landesrates Rudi Anschober. Es hat Weiterentwicklungen gegeben beim Windkraft-Masterplan. Es gibt jetzt eine andere Situation aufgrund der Gesetzgebung der Europ\u00e4ischen Union. Die verschiedenen Fachabteilungen des Landes haben sich eingebracht. Ich habe mich da nicht eingemischt. Das Ergebnis der Beschleunigungszonen und der Ausschlusszonen ist ein fachliches. Und da soll man die Kirche im Dorf lassen. Und die \u00d6VP war sich vielleicht manchmal auch ein bisschen uneinig. Es gibt jetzt da bei der \u00d6VP eine rechtliche Diskussion dar\u00fcber.<\/p>\n<p><strong>Der Landeshauptmann Stelzer sagt ja, das sei eine rein rechtliche Entscheidung gewesen, aber war diese Entscheidung politisch mit Ihnen abgesprochen?<\/strong><\/p>\n<p>Diese Entscheidung war \u00fcberhaupt nicht abgesprochen und es gibt ja auch noch keine Entscheidung. Denn eines ist klar: Die Beschleunigungsrichtlinie muss umgesetzt werden seitens der Europ\u00e4ischen Union. Ich bin da pragmatisch, ich bin nicht gl\u00fccklich dar\u00fcber, dass das so ist und, dass hier auch Druck ausge\u00fcbt wird, auch was den Naturschutz und Artenschutz betrifft. Aber eines ist auch ganz klar, dass ich die Interessen des Naturschutzes zu ber\u00fccksichtigen habe und die Interessen der B\u00fcrger in diesem Land. Denn eines darf man nicht vergessen, Ausschlusszonen und Beschleunigungszonen haben sich an vielen fachlichen Kriterien zu orientieren, um nur so viel dazu zu sagen. Insgesamt muss man da zur\u00fcckkehren zur Sachlichkeit, vor allem, was die linken Utopisten betrifft, denn die Windkraft spielt eine Rolle, sie spielt aber eine sehr untergeordnete Rolle in \u00d6sterreich. Von 320 Terawattstunden Energiebedarf sind es circa sechs bis acht Terawattstunden. Deswegen muss man den politischen Mitbewerbern sagen: Ruhig Blut.<\/p>\n<p><strong>Sie verweisen jetzt sehr auf die sachliche Ebene, auf die Sie sich beziehen. Aber nat\u00fcrlich hat sich der eine oder andere politische Beobachter schon was dabei gedacht, weil es ja immer gehei\u00dfen hat, \u00d6VP und FP\u00d6 ziehen bei der Windkraft an einem Strang. Gibt es denn noch diesen einen Strang oder ist der Paarlauf bei der Windkraft zwischen \u00d6VP und FP\u00d6 vorbei?<\/strong><\/p>\n<p>Ich finde das insofern so interessant, weil ich habe das immer fachlich diskutiert. Die Karten wurden immer auch gemeinsam partei\u00fcbergreifend in den vergangenen 16 Jahren erstellt und ich habe eines interessant gefunden, dass ja auch der Koalitionspartner sagt, er h\u00e4lt an den Ausschlusszonen und an den Beschleunigungszonen fest, aber das w\u00e4re jetzt irgendwie anders rechtlich zu argumentieren. Das muss ich mir pers\u00f6nlich auch noch genauer anschauen, denn es haben sich h\u00f6chste Beamte damit im Land Ober\u00f6sterreich auseinandergesetzt. Und dass die alle die rechtlichen Komponenten nicht ber\u00fccksichtigt h\u00e4tten, das w\u00fcrde mich schon sehr wundern. Also da stehe ich schon auf der Seite der Landesbediensteten in Ober\u00f6sterreich.<\/p>\n<p><strong>Die Regelung der sogenannten Ausschlusszonen, die tritt jetzt ab 2026 offensichtlich in Kraft. Alles, was davor als Windprojekt eingereicht wird, das wird nicht in die Ausschlusszonen fallen, sagt der Landeshauptmann. Sehen Sie das auch so?<\/strong><\/p>\n<p>Also erstens ist es einmal so, dass jeder immer einen Antrag stellen kann. Man muss nur ein bisschen vorsichtig sein, dass man da jetzt nicht motiviert, Antr\u00e4ge zu stellen. Dass man, sozusagen auf gut ober\u00f6sterreichisch einen \u201eKaszettel\u201c einbringt und die fachlichen Grundlagen nicht erarbeitet und sagt, \u201aIch habe einen Antrag eingebracht\u2018. Es gilt immer zum Zeitpunkt der beh\u00f6rdlichen Entscheidung die Rechtslage.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Perspektive f\u00fcr die Landtagswahl 2027: Haimbuchner betont Bedeutung der rechtsb\u00fcrgerlichen Mehrheit<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein weiterer Schwerpunkt war die politische Perspektive f\u00fcr die Landtagswahl 2027. Haimbuchner betonte die Bedeutung einer rechtsb\u00fcrgerlichen Mehrheit, warnte vor Koalitionen mit \u201elinken Utopisten\u201c und stellte in Aussicht, dass die FP\u00d6 der \u00d6VP k\u00fcnftig sehr nahekommen k\u00f6nnte.<\/em><\/p>\n<p><strong>Schauen wir vielleicht nach vorne, n\u00e4mlich auf 2027, wo die n\u00e4chste Wahl in Ober\u00f6sterreich stattfinden wird. Wollen Sie Landeshauptmann werden von Ober\u00f6sterreich?<\/strong><\/p>\n<p>Das ist immer so eine Sache mittlerweile, dass es immer darum geht, was will man pers\u00f6nlich werden. Es geht nicht um mich. Ich habe eine wichtige Funktion. Es geht um die Zukunft dieses Landes. Und es geht vor allem darum, was sich die B\u00fcrger in diesem Land w\u00fcnschen. Und es gibt generell, nicht nur in Ober\u00f6sterreich, sondern in \u00d6sterreich, eine rechtsb\u00fcrgerliche, konservativ-liberale Mehrheit und diese Mehrheit muss auch sichergestellt werden. Auch vor allem in Ober\u00f6sterreich 2027. Und dass vor allem da auch nicht die \u00d6VP auf die Idee kommt, wie auf Bundesebene mit den linken Utopisten zu koalieren und sich dann dar\u00fcber zu beschweren, dass sich die Situation im Land verschlechtert.<\/p>\n<p><strong>Aber Sie haben selber eben beim Landesparteitag gesagt, 2027 werde Historisches passieren, ohne konkret zu werden. Jetzt versuche ich es nochmal. Was konkret meinen Sie?<\/strong><\/p>\n<p>Historisch hei\u00dft, dass wir nahe an die \u00d6VP herankommen. Vielleicht ist sogar der Platz eins m\u00f6glich. Aber wie gesagt, zwei Jahre sind da noch hin. Da kann viel passieren und wichtig ist, dass man mit beiden Beinen am Boden bleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Haimbuchner fordert neue Wege f\u00fcr Flughafen<\/strong><\/p>\n<p><em>Besonders ausf\u00fchrlich widmete sich das Gespr\u00e4ch der Situation am Flughafen Linz, der durch den Wegfall der AUA-Verbindung nach Frankfurt und die schwierige Eigent\u00fcmerstruktur unter Druck geraten ist. Haimbuchner forderte eine vollst\u00e4ndige \u00dcbernahme durch das Land Ober\u00f6sterreich, um Investitionen, neue Strategien und internationale Anbindungen zu sichern. Dabei verwies er auf die Notwendigkeit, wirtschaftliche Perspektiven zu entwickeln und den Flughafen nicht im \u201eDornr\u00f6schenschlaf\u201c verharren zu lassen<\/em><\/p>\n<p><strong>Dann kommen wir gerne zu einem Thema, das das Land auf jeden Fall besch\u00e4ftigt, n\u00e4mlich gerade jetzt: der Flughafen Linz. Die AUA wird die Strecke nach Frankfurt ab Oktober nicht mehr anbieten. Welche Zukunft sehen denn Sie f\u00fcr den Flughafen Linz?<\/strong><\/p>\n<p>Der Flughafen Linz ist ein einziges Desaster. Und das h\u00e4ngt auch mit dieser schwierigen Eigent\u00fcmerstruktur zusammen\u2026<\/p>\n<p><strong>\u2026Wo Ihr Stadtrat vorschl\u00e4gt und auch der Herr Landesrat Steinkellner, der meint, das Land solle doch die Anteile der Stadt \u00fcbernehmen. Ist das Ihr Ziel?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, ich halte das f\u00fcr einen absolut sachlichen Vorschlag und ich begr\u00fcnde das auch ganz einfach. Mit der Stadt Linz ist das nicht zu machen. Die Stadt Linz ist finanziell am Ende. Und man hat in der Vergangenheit eher geschaut, dass man da Geld noch herausziehen kann. Jetzt muss man finanzielle Mittel nachschie\u00dfen. Man braucht eine Perspektive f\u00fcr diesen Flughafen. Ein derartiger Wirtschafts- und Industriestandort kann einen Flughafen so nicht behandeln. Das geht nicht. Und man muss auch danach trachten, dass man Alternativen sucht. Andere Drehkreuze zu finden, sich auch entsprechend die Flieger zu organisieren. Das kann nicht sein, dass man sich da von einem Konzern erpressen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><strong>Wenn Sie sagen, das Land sollte einen Flughafen \u00fcbernehmen, was w\u00fcrden denn Sie so viel anders machen? Die Versuche, andere Drehkreuze, andere Fluglinien, die gab es schon in der Vergangenheit.<\/strong><\/p>\n<p>Ja, aber da muss man sich mit der Unternehmensf\u00fchrung genau auseinandersetzen, woran es gescheitert ist. Ich bin ja auch nicht der Experte f\u00fcr eh alles, da muss man immer vorsichtig sein. Aber besonders viel investiert wurde nicht in den letzten Jahren. Und das ist klar, es muss Perspektive geben, \u00fcberall anders wird investiert, wird ausgebaut, auch in den Nachbarstaaten. Und deswegen muss es hier eine Strategie und eine Perspektive geben. Und man muss unabh\u00e4ngiger werden von der AUA und vom Mutterkonzern Lufthansa.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Landeshauptmann Stelzer hat bisher immer abgelehnt, den Flughafen zur G\u00e4nze zu \u00fcbernehmen. Wie wollen Sie ihn \u00fcberzeugen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich denke mal, dass es so nicht weitergehen kann. Und das sieht, glaube ich, auch der Herr Landeshauptmann. Und deswegen muss es eine andere L\u00f6sung geben. Das steht f\u00fcr mich au\u00dfer jeglicher Diskussion. Das darf man auch nicht \u00fcber das Knie brechen. Das sind schon schwierige Entscheidungen. Aber ein Weiter wie bisher wird es nicht geben. Und ich will keinen Linzer Flughafen im reinen Dornr\u00f6schenschlaf.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Aber das w\u00fcrde nat\u00fcrlich in erster Linie auch mal sehr viel Geld kosten.<\/strong><\/p>\n<p>In erster Linie muss man mal schauen, dass Geld dann auch hereinkommt, dass man sich ein Gesch\u00e4ftsmodell \u00fcberlegt, wo man erfolgreich sein kann. Da ist schon auch interessant, sich andere Beispiele anzusehen. Es gibt auch Flugh\u00e4fen, kleinere, die sehr erfolgreich sind.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Herr Haimbuchner, vielen Dank f\u00fcrs Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>Das ORF-Sommerinterview wurde am Dienstag, 2. September 2025 in der Sendung \u201eO\u00d6 Heute\u201c ausgestrahlt \u2013 hier geht es um Link <a href=\"https:\/\/ooe.orf.at\/stories\/3320010\/\">https:\/\/ooe.orf.at\/stories\/3320010\/<\/a> <\/em>\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehrere zentrale Zukunftsfragen f\u00fcr Ober\u00f6sterreich waren Thema im heurigen ORF- Sommergespr\u00e4ch. FP\u00d6-Landesparteiobmann, Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner spannte im Gespr\u00e4ch mit ORF-Chefredakteur Mag. Stefan Hartl Bogen von energiepolitischen Fragen wie die Rolle der Windkraft bis hin \u00fcber strategische Weichenstellungen f\u00fcr die Landtagswahl im Jahr 2027. Relevantes Thema war zudem die Zukunft des wichtigen Industriestandortes Ober\u00f6sterreich. 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