{"id":21510,"date":"2025-09-10T12:40:39","date_gmt":"2025-09-10T10:40:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=21510"},"modified":"2025-09-10T12:40:39","modified_gmt":"2025-09-10T10:40:39","slug":"gesundheitsversorgung-herausforderungen-und-reformbedarf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/gesundheitsversorgung-herausforderungen-und-reformbedarf\/","title":{"rendered":"Gesundheitsversorgung: Herausforderungen und Reformbedarf"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<strong>Versorgungssicherheit als Kernaufgabe<\/strong><\/p>\n<p><em>Die Sicherstellung einer fl\u00e4chendeckenden und qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung geh\u00f6rt zu den zentralen Aufgaben des Sozialsystems. Doch immer deutlicher zeigt sich, dass bestehende Strukturen an ihre Grenzen sto\u00dfen. Doppelgleisigkeiten, mangelnde Koordination und unklare Zust\u00e4ndigkeiten gef\u00e4hrden eine patientenorientierte Betreuung. FP\u00d6- Landeshauptmann-Stv. Manfred Haimbuchner und NAbg. Gerhard Kaniak, Gesundheitssprecher der FP\u00d6 im Parlament,\u00a0 kritisieren insbesondere die fehlende strategische Linie auf Bundesebene und die Reformblockaden bei der \u00d6sterreichischen Gesundheitskasse (\u00d6GK).<\/em><\/p>\n<p>\u201eDie Versorgungssicherheit im Gesundheitswesen ist eine der zentralen Aufgaben des Staates und darf niemals zur Disposition stehen. Wir sehen, dass unsere Spit\u00e4ler und \u00c4rzte tagt\u00e4glich am Limit arbeiten, w\u00e4hrend auf Bundesebene und bei der \u00d6GK dringend notwendige Entscheidungen auf die lange Bank geschoben werden\u201c, warnt Haimbuchner. Kaniak erg\u00e4nzt: \u201eDie Bundesregierung darf die Versorgungssicherheit in \u00d6sterreich nicht l\u00e4nger dem Zufall \u00fcberlassen. Solange wichtige Entscheidungen verz\u00f6gert und notwendige Rahmenbedingungen nicht geschaffen werden, bleiben Patienten die Leidtragenden.\u201c<\/p>\n<p><strong>Patientenlenkung und Entlassungsmanagement<\/strong><\/p>\n<p>Ein wesentlicher Faktor f\u00fcr Entlastung w\u00e4re eine gezielte Patientenlenkung. W\u00e4hrend Wartezeiten zwischen einzelnen Spit\u00e4lern um bis zu ein Jahr variieren k\u00f6nnen, fehlt ein System, das Patienten aktiv an Standorte mit k\u00fcrzeren Wartezeiten verweist. Erg\u00e4nzend dazu ist ein strukturiertes Entlassungsmanagement n\u00f6tig, um Nachsorge besser zu organisieren und Krankenhauskapazit\u00e4ten effizienter zu nutzen. \u201ePatientenlenkung durch ein transparentes System, das aufzeigt, in welchem Krankenhaus der schnellste OP-Termin zu bekommen ist, sowie ein strukturiertes Entlassungsmanagement w\u00fcrden unser Gesundheitssystem massiv entlasten\u201c, betont Kaniak.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Ressourcen effizienter nutzen &#8211; Versorgungsl\u00fccken in Ober\u00f6sterreich<\/strong><\/p>\n<p>Oft werden vorhandene medizinische Ressourcen nicht optimal eingesetzt. So stehen etwa MRT-Ger\u00e4te in \u00f6ffentlichen Spit\u00e4lern deutlich weniger Stunden zur Verf\u00fcgung als im niedergelassenen Bereich. Statt neuer Ger\u00e4te fordern die Freiheitlichen eine bessere Auslastung der bestehenden Infrastruktur. Auch Vorsorgeuntersuchungen sollen durch ein \u201eOne-Stop-Shop\u201c-Modell einfacher und geb\u00fcndelt verf\u00fcgbar sein. Besonders alarmierend ist das Fehlen einer Vereinbarung zwischen der AUVA und dem Land Ober\u00f6sterreich. Obwohl das Unfallkrankenhaus (UKH) Linz faktisch rund die H\u00e4lfte der traumatologischen F\u00e4lle \u00fcbernimmt, existiert keine rechtliche Absicherung. Bereits seit 2017 gibt es zudem keine spezialisierte Versorgung f\u00fcr Schwerbrandverletzte in Linz \u2013 Patienten m\u00fcssen nach Wien oder Graz ausweichen. \u201eDass im bev\u00f6lkerungsreichen Industrie-Bundesland Ober\u00f6sterreich keine spezialisierte Versorgung von Brandopfern mehr angesiedelt ist, zeigt, wie wichtig die \u00dcberarbeitung der Gesundheitsstrukturen ist\u201c, mahnen Haimbuchner und Kaniak unisono.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>\u00c4rzteschaft und Sozialversicherung \u00a0&#8211; Notwendige Neuordnung des Systems<\/strong><\/p>\n<p>Die \u00c4rzteschaft wird als Garant f\u00fcr einen staatlich unabh\u00e4ngigen Zugang zur Gesundheit dargestellt. Kritik \u00fcben Haimbuchner und Kaniak an intransparenten Entscheidungsprozessen innerhalb der \u00d6GK, wo Funktion\u00e4re \u00fcber Leistungen bestimmen. Statt Massen-E-Mails m\u00fcsse die \u00d6GK ihre Mitarbeiter zu aktiven Gesundheitsmanagern ausbilden und n\u00e4her an die Versicherten bringen. \u201eStellen wir uns nur einmal vor, der Gewerkschaft w\u00fcrde mitgeteilt, dass es zwar keine Erh\u00f6hung des Stundenlohns gibt, wir daf\u00fcr jetzt aber die 48-Stunden-Woche einf\u00fchren \u2013 undenkbar. Bei den \u00c4rzten passiert aber gerade genau das\u201c, kritisiert Haimbuchner.<\/p>\n<p>Die Freiheitlichen sehen das derzeitige Vertrags\u00e4rztesystem an der Belastungsgrenze. W\u00e4hrend Kassenstellen unattraktiv bleiben, w\u00e4chst der Bereich der Wahl\u00e4rzte. Um Fehlanreize zu beseitigen und die Versorgung langfristig zu sichern, fordern sie eine \u201eFinanzierung aus einer Hand\u201c \u2013 also eine grundlegende Neuordnung des gesamten Gesundheitssystems. \u201eDas \u00d6sterreichische Vertrags\u00e4rztesystem hat sich selbst an den Rand des Kollaps gebracht. Um die Fehlanreize zu beseitigen, braucht es die Finanzierung aus einer Hand \u2013 was im Endeffekt auf eine komplette Neuordnung unseres Gesundheitssystems hinausl\u00e4uft\u201c, so Kaniak.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Versorgungssicherheit als Kernaufgabe Die Sicherstellung einer fl\u00e4chendeckenden und qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung geh\u00f6rt zu den zentralen Aufgaben des Sozialsystems. Doch immer deutlicher zeigt sich, dass bestehende Strukturen an ihre Grenzen sto\u00dfen. Doppelgleisigkeiten, mangelnde Koordination und unklare Zust\u00e4ndigkeiten gef\u00e4hrden eine patientenorientierte Betreuung. FP\u00d6- Landeshauptmann-Stv. Manfred Haimbuchner und NAbg. Gerhard Kaniak, Gesundheitssprecher der FP\u00d6 im Parlament,\u00a0 kritisieren insbesondere<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":21511,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-21510","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21510","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21510"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21510\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21511"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21510"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21510"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21510"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}