{"id":21603,"date":"2025-10-03T14:26:25","date_gmt":"2025-10-03T12:26:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=21603"},"modified":"2025-10-03T14:26:25","modified_gmt":"2025-10-03T12:26:25","slug":"leistbarer-wohnraum-darf-nicht-an-ueberzogenen-vorgaben-scheitern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/leistbarer-wohnraum-darf-nicht-an-ueberzogenen-vorgaben-scheitern\/","title":{"rendered":"Leistbarer Wohnraum darf nicht an \u00fcberzogenen Vorgaben scheitern"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<strong>Haimbuchner fordert bei Wohnbaureferentenkonferenz in Tulln praktikable Umsetzung der EU-Geb\u00e4uderichtlinie und steuerliche Entlastungen<\/strong><\/p>\n<p><em>Bei der aktuellen Konferenz der Wohnbaureferentinnen und -referenten, die nunmehr in Tulln, Nieder\u00f6sterreich, stattfand, standen vor allem die Herausforderungen durch die neue EU-Geb\u00e4uderichtlinie, Fragen der Wohnbau-F\u00f6rderpolitik und die Belastungen f\u00fcr junge Menschen beim Wohneigentumserwerb im Mittelpunkt.<\/em> <em>Die Konferenz dient dem Austausch der L\u00e4nder \u00fcber Rahmenbedingungen, Finanzierung, F\u00f6rdermechanismen und rechtliche Vorgaben im Wohnbau. In der Vergangenheit haben die L\u00e4nder gemeinsam um Handlungsspielr\u00e4ume bei Vergaberichtlinien, Sanierungen und F\u00f6rdermodellen gerungen. Dabei stellte Ober\u00f6sterreichs Wohnbaureferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner klar, dass leistbarer Wohnraum nicht durch \u00fcbertriebene Regulierung und zus\u00e4tzliche Auflagen gef\u00e4hrdet werden d\u00fcrfe.<\/em><\/p>\n<p>\u201eDie Richtlinie darf nicht dazu f\u00fchren, dass kosteng\u00fcnstiges Bauen durch \u00fcberzogene Auflagen noch schwieriger wird. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Vorgaben im Sinne des leistbaren Wohnens umzusetzen und kein \u201aGold-Plating\u2018 zu betreiben. Zus\u00e4tzliche Belastungen \u00fcber die EU-Mindestanforderungen hinaus w\u00e4ren ein Schlag gegen leistbaren Wohnraum\u201c, betonte der freiheitliche Landesparteiobmann. Besonderes Augenmerk legte der ober\u00f6sterreichische Wohnbaureferent auf die Umsetzung der neuen EU-Geb\u00e4uderichtlinie, die in allen Mitgliedstaaten erhebliche Investitionen und Anpassungen im Geb\u00e4udesektor notwendig machen wird. Haimbuchner warnte davor, nationale Sonderwege zu beschreiten: \u201eWir d\u00fcrfen nicht riskieren, dass kosteng\u00fcnstiges Bauen durch \u00fcberbordende nationale Vorschriften weiter verteuert wird. Die Umsetzung muss sozial vertr\u00e4glich und realistisch bleiben.\u201c<\/p>\n<p><strong>Leistbares Wohnen braucht Vernunft, nicht B\u00fcrokratie<\/strong><\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus dr\u00e4ngte Haimbuchner auf klare steuerliche Anreize f\u00fcr Renovierungen. Gerade umfassende Sanierungen seien ein zentraler Baustein, um Energieeffizienz und Klimaschutz mit sozialer Verantwortung zu verbinden. \u201eWenn die EU-Richtlinie mehr Unterst\u00fctzung f\u00fcr umfassende Sanierungen vorsieht, dann muss \u00d6sterreich handeln. Wir ben\u00f6tigen steuerliche Abschreibungen, die auch Landesf\u00f6rderungen ber\u00fccksichtigen. Nur so k\u00f6nnen wir Energieeffizienz und soziale Vertr\u00e4glichkeit in Einklang bringen.\u201c<\/p>\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz war die Entlastung junger Menschen und Familien beim Erwerb von Wohneigentum. Angesichts der gestiegenen Kreditzinsen und der damit verbundenen Mehrbelastungen forderte Haimbuchner, die steuerliche Absetzbarkeit von Kreditzinsen f\u00fcr eigengenutzte Wohnimmobilien zu erm\u00f6glichen. \u201eEin neues Modell sollte unb\u00fcrokratisch ausgestaltet sein und eine sp\u00fcrbare Entlastung bringen \u2013 gerade f\u00fcr jene, die sich heute den Traum vom Eigenheim kaum mehr leisten k\u00f6nnen.\u201c Mit deutlichem Nachdruck richtete sich Haimbuchner an den Bund: \u201eWir d\u00fcrfen die Herausforderungen am Wohnungsmarkt nicht mit zus\u00e4tzlichen Hemmnissen versch\u00e4rfen. Unser Fokus muss auf leistbarem Bauen, praktikabler Umsetzung der EU-Vorgaben und sinnvoll eingesetzten F\u00f6rdermitteln liegen.\u201c Zugleich forderte Haimbuchner, dass F\u00f6rdermittel und Zusatzbeitr\u00e4ge der L\u00e4nder im Rahmen bundesweiter Programme als \u201eAdditionalit\u00e4t\u201c anerkannt werden sollen, um Spielr\u00e4ume bei regionalen Bauprojekten zu sichern.<\/p>\n<p>Haimbuchner machte deutlich, dass es nun konkrete Ma\u00dfnahmen brauche, statt weiterer Ank\u00fcndigungen: \u201eDie Bundesregierung darf nicht auf Zeit spielen. Es braucht jetzt klare rechtliche Rahmenbedingungen, steuerliche Entlastungen und Planungssicherheit f\u00fcr die L\u00e4nder.\u201c In der Vergangenheit hatte der freiheitliche Wohnbaureferent mehrfach auf bundespolitische Fehlentwicklungen hingewiesen \u2013 etwa auf die restriktive KIM-Verordnung, die er als massives Hindernis f\u00fcr junge Familien beim Eigentumserwerb bezeichnete, oder auf das unausgewogene Wohnbaupaket des Bundes. Bereits 2021 setzte sich Haimbuchner im Rahmen der Referentenkonferenz f\u00fcr eine dauerhafte gesetzliche Grundlage bei der Vergabe gef\u00f6rderter Wohnungen ein, um Rechtssicherheit und Transparenz zu gew\u00e4hrleisten.\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haimbuchner fordert bei Wohnbaureferentenkonferenz in Tulln praktikable Umsetzung der EU-Geb\u00e4uderichtlinie und steuerliche Entlastungen Bei der aktuellen Konferenz der Wohnbaureferentinnen und -referenten, die nunmehr in Tulln, Nieder\u00f6sterreich, stattfand, standen vor allem die Herausforderungen durch die neue EU-Geb\u00e4uderichtlinie, Fragen der Wohnbau-F\u00f6rderpolitik und die Belastungen f\u00fcr junge Menschen beim Wohneigentumserwerb im Mittelpunkt. 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