{"id":21607,"date":"2025-10-02T12:30:56","date_gmt":"2025-10-02T10:30:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=21607"},"modified":"2025-10-02T12:30:56","modified_gmt":"2025-10-02T10:30:56","slug":"haimbuchner-zu-80-j-kriegsende-70-j-staatsvertrag-30-j-eu-beitritt-erinnerung-an-vertreibungen-und-zwangsaussiedlungen-wachhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/haimbuchner-zu-80-j-kriegsende-70-j-staatsvertrag-30-j-eu-beitritt-erinnerung-an-vertreibungen-und-zwangsaussiedlungen-wachhalten\/","title":{"rendered":"Haimbuchner zu \u201e80 J. Kriegsende, 70 J. Staatsvertrag, 30 J. EU-Beitritt\u201c: \u201eErinnerung an Vertreibungen und Zwangsaussiedlungen wachhalten\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<strong>Gedenken an 80 Jahre Br\u00fcnner Todesmarsch \u2013 Offizielles \u00d6sterreich klammert Pogrom an der deutschsprachigen Bev\u00f6lkerung weitgehend aus <\/strong><\/p>\n<p><em>\u00d6sterreich begeht im Jahr 2025 eine Reihe bedeutender Gedenkjahre: 80 Jahre seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Wiedererlangung der Unabh\u00e4ngigkeit, 70 Jahre seit dem Abschluss des Staatsvertrags und 30 Jahre seit dem EU-Beitritt. Gleichzeitig j\u00e4hrt sich jedoch auch ein dunkles Kapitel der europ\u00e4ischen Nachkriegsgeschichte \u2013 der Br\u00fcnner Todesmarsch, ein Pogrom an der deutschsprachigen Bev\u00f6lkerung in M\u00e4hren. Rund 30.000 Menschen wurden damals aus Br\u00fcnn vertrieben und zu Fu\u00df \u00fcber die \u00f6sterreichische Grenze getrieben. Mindestens 5.000 von ihnen verloren auf diesem Marsch ihr Leben \u2013 ein tragisches Symbol f\u00fcr das Schicksal hunderttausender Heimatvertriebener aus den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten in Mittel- und Osteuropa.<\/em><\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund mahnt, FP\u00d6-Landesparteiobmann, Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner, stellvertretender Bundesparteiobmann der FP\u00d6, ein umfassendes und ehrliches Geschichtsverst\u00e4ndnis ein: \u201eEin verantwortungsvolles Gedenken an \u00d6sterreichs Wiedergeburt nach Weltkrieg und Nationalsozialismus muss einerseits die individuelle T\u00e4terschaft von \u00d6sterreichern, andererseits aber auch die Opferrolle der Heimatvertriebenen benennen. Letzteres wird von Seiten der Politik h\u00e4ufig unterlassen. Offenbar fremdeln h\u00f6chste Funktionstr\u00e4ger des Staates damit, die historische N\u00e4he von Schuld und erlittenem Unrecht gedanklich zuzulassen und offen anzusprechen.\u201c<\/p>\n<p>Haimbuchner betont, dass echte historische Verantwortung nur auf Grundlage vollst\u00e4ndiger Wahrheit entstehen k\u00f6nne: \u201eWenn aus der historischen Wahrheit eine historische Verantwortung erwachsen soll, dann muss man diese Wahrheit zur G\u00e4nze betrachten. Man muss sich ihr mit offenen Augen stellen und darf nicht eines dabei verschlie\u00dfen. Wir stehen als \u00d6sterreicher im Jahr 2025 nicht kontextlos im Strom der Zeit, sondern sind Teil eines historischen Ganzen, zu dem sowohl T\u00e4ter als auch Opfer geh\u00f6rten.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Haimbuchner ist ein reifes, verantwortungsbewusstes Geschichtsbild die Grundlage f\u00fcr jede Form des Gedenkens: \u201eEin erwachsenes Volk und seine politischen Vertreter m\u00fcssen in der Lage sein, beides anzuerkennen und beidem angemessen zu gedenken.\u201c Mit Blick auf die anstehenden Jubil\u00e4en ruft Haimbuchner dazu auf, die Erinnerung an die Vertreibungen und Zwangsaussiedlungen ebenso wachzuhalten wie das Gedenken an den Wiederaufbau \u00d6sterreichs \u2013 als Zeichen historischer Ehrlichkeit und nationaler Reife.\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gedenken an 80 Jahre Br\u00fcnner Todesmarsch \u2013 Offizielles \u00d6sterreich klammert Pogrom an der deutschsprachigen Bev\u00f6lkerung weitgehend aus \u00d6sterreich begeht im Jahr 2025 eine Reihe bedeutender Gedenkjahre: 80 Jahre seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Wiedererlangung der Unabh\u00e4ngigkeit, 70 Jahre seit dem Abschluss des Staatsvertrags und 30 Jahre seit dem EU-Beitritt. 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