{"id":21741,"date":"2025-11-11T17:35:29","date_gmt":"2025-11-11T16:35:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=21741"},"modified":"2025-11-11T17:35:29","modified_gmt":"2025-11-11T16:35:29","slug":"tschechiens-schnellstrasse-bald-an-der-grenze-ostumfahrung-dringender-denn-je","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/tschechiens-schnellstrasse-bald-an-der-grenze-ostumfahrung-dringender-denn-je\/","title":{"rendered":"Tschechiens Schnellstra\u00dfe bald an der Grenze: Ostumfahrung dringender denn je"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<em>Der n\u00f6rdliche Nachbar Tschechien baut mit gro\u00dfem Tempo in S\u00fcdb\u00f6hmen die Schnellstra\u00dfe D3. So wurden Jahr 2024 drei Abschnitte \u2013 von Budweis bis Kaplice \u2013 mit insgesamt fast 30 Kilometern er\u00f6ffnet. Zeitgleich wurde auch der Bau der beiden letzten Teilst\u00fccke Richtung \u00f6sterreichische Grenze mit 15,5 Kilometern in Angriff genommen und soll bereits 2026 in Betrieb gehen. Sohin wird man mit Ende August 2027 auf der Schnellstra\u00dfe D3 auf weiten Teilen von unserer Grenze im M\u00fchlviertel bis Prag fahren k\u00f6nnen, bis voraussichtlich 2032 wird die gesamte D3 vollst\u00e4ndig befahrbar sein. \u00a0Bei einem Lokalaugenschein mahnten Infrastruktur-Landesrat Mag. G\u00fcnther Steinkellner und der Linzer Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml die rasche Umsetzung der Linzer Ostumfahrung ein, da die D3 als Hauptverbindung zwischen Prag und Linz eine deutliche Verkehrsverlagerung in Richtung Ober\u00f6sterreich mit sich bringen wird. Eine Ostumfahrung ist daher unerl\u00e4sslich, um den Zentralraum vor zus\u00e4tzlicher Belastung zu sch\u00fctzen und gleichzeitig den internationalen Wirtschaftsverkehr effizient abzuwickeln.<\/em><\/p>\n<p>Aus Sicht von Steinkellner \u201eist die Ostumfahrung Linz ein entscheidendes Bindeglied. Fehlt diese leistungsf\u00e4hige Verbindung wird der Verkehr der D3 unweigerlich in die bestehenden Engstellen rund um Linz geleitet \u2013 mit massiven Folgen f\u00fcr Pendler, Wirtschaft und Umwelt.\u201c \u00a0Besonders deutlich wird das am Beispiel des G\u00fcterverkehrs: Ein Lkw, der von Dresden nach Linz f\u00e4hrt, spart sich k\u00fcnftig rund 120 Kilometer Autobahnmaut, wenn er nicht den Umweg \u00fcber Hof und die Innkreisautobahn nimmt, sondern die k\u00fcrzere Route \u00fcber die D3 und das M\u00fchlviertel w\u00e4hlt. Diese Verkehrsstr\u00f6me werden Realit\u00e4t \u2013 die notwendige Infrastruktur daf\u00fcr muss vorbereitet sein. Steinkellner betont nochmals die Dringlichkeit: \u201eDie Ostumfahrung ist kein Nice-to-have-Projekt, sondern eine infrastrukturelle Notwendigkeit f\u00fcr die Zukunft des Landes. Wer den Wirtschaftsstandort Ober\u00f6sterreich st\u00e4rken und gleichzeitig die Lebensqualit\u00e4t im Zentralraum sichern will, muss dieses Projekt entschlossen vorantreiben.\u201c<\/p>\n<h4>Ohne Ostumfahrung w\u00fcrde der Bindermichl-Tunnel im Verkehr ersticken<\/h4>\n<p>Steinkellner warnt konkret vor den Auswirkungen ohne Ostumfahrung auf Linz und ganz Ober\u00f6sterreich. &#8222;Durch die Verlagerung des Verkehrs weg von der Innkreisautobahn auf die D3 und die S10 w\u00fcrde ohne Ostumfahrung der Bindermichl-Tunnel im Verkehr ersticken&#8220;, wird sich der freiheitliche Infrastruktur-Landesrat weiterhin f\u00fcr den Bau der Ostumfahrung einsetzen.\u00a0Mit einer eigenen Verkehrsprognose will er doch noch den Bau der Ostumfahrung ansto\u00dfen: \u201eDann k\u00f6nnte 2037\/38 in Abschnitten der Bau begonnen werden, sodass vielleicht in Abschnitten 2042 das erste Fahrzeug wirklich darauf fahren kann. Wenn es nicht gesetzliche \u00c4nderungen zur Beschleunigung der Verfahren geben w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p><strong>S 10 M\u00fchlviertler Schnellstra\u00dfe: Freistadt Nord &#8211; Rainbach Nord<\/strong><\/p>\n<p>Seit Ende 2023 l\u00e4uft der Weiterbau der S 10 M\u00fchlviertler Schnellstra\u00dfe nach Norden. Dieser weitere sieben Kilometer lange Teilabschnitt wird bei der Anschlussstelle Freistadt Nord am Ende der bereits bestehenden S 10 beginnen und n\u00f6rdlich der Ortschaft Rainbach enden. Die Trasse umf\u00e4hrt Vierzehn und Rainbach und m\u00fcndet dann in die bestehende B 310. Diese Westumfahrung von Rainbach bringt somit enorme Verkehrsentlastung in den Ortschaften \u2013 geplante Verkehrsfreigabe Herbst 2027. \u00a0F\u00fcr das letzte knapp neun Kilometer lange Teilst\u00fcck bis zur Staatgrenze bei Wullowitz laufen die Planungen. Die Einreichung zur UVP bzw. der Start f\u00fcr die Grundeinl\u00f6se durch die ASFINAG erfolgte im Oktober 2025. In Abh\u00e4ngigkeit vom Genehmigungsverfahren wird ein Baustart 2028 angestrebt, die geplante Baudauer betr\u00e4gt wie beim S\u00fcdabschnitt rund drei Jahre.<\/p>\n<p><strong>Linz braucht Entlastung \u2013 Verkehr darf nicht durch die Stadt rollen<\/strong><br \/>\nAuch auf kommunaler Ebene wird die Bedeutung der Ostumfahrung klar gesehen. Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml betont: \u201eLinz darf nicht zum Nadel\u00f6hr des internationalen Transitverkehrs werden. Wenn die D3 bis an die Grenze fertiggestellt ist, wird der Druck auf unsere Stra\u00dfen massiv steigen. Die Ostumfahrung ist daher ein Gebot der Vernunft \u2013 sie sch\u00fctzt die Lebensqualit\u00e4t in der Stadt und erh\u00f6ht zugleich die Verkehrssicherheit f\u00fcr alle B\u00fcrger.\u201c\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der n\u00f6rdliche Nachbar Tschechien baut mit gro\u00dfem Tempo in S\u00fcdb\u00f6hmen die Schnellstra\u00dfe D3. 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