{"id":21812,"date":"2025-12-11T14:18:27","date_gmt":"2025-12-11T13:18:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=21812"},"modified":"2025-12-11T14:18:27","modified_gmt":"2025-12-11T13:18:27","slug":"fpoe-fordert-neuaufstellung-der-menschenrechtskonvention","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/fpoe-fordert-neuaufstellung-der-menschenrechtskonvention\/","title":{"rendered":"FP\u00d6 fordert Neuaufstellung der Menschenrechtskonvention"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<em>Die Europ\u00e4ische Menschenrechtskonvention (EMRK) ist seit \u00fcber 75 Jahren ein grundlegender Schutzrahmen f\u00fcr B\u00fcrgerrechte in Europa. In j\u00fcngster Zeit mehren sich jedoch Stimmen, die kritisieren, dass die richterliche Auslegung der Konvention durch den Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte (EGMR) weit \u00fcber den urspr\u00fcnglichen Wortlaut und die Intention der Verfasser hinausgehe. Kritiker sehen darin vor allem eine Einschr\u00e4nkung staatlicher Souver\u00e4nit\u00e4t und Befugnisse \u2013 etwa im Bereich der Migration, Asylpolitik und der Durchsetzung staatlicher Rechtsordnungen. Vor diesem Hintergrund fordert die FP\u00d6 Ober\u00f6sterreich nun eine umfassende Neuaufstellung der EMRK, um sie an die aktuellen sicherheits- und migrationspolitischen Herausforderungen anzupassen. Auch andere Staaten haben zuletzt \u00fcber eine Anpassung der Interpretation der Konvention diskutiert, insbesondere in Bezug auf Migration und Abschiebungen. Vertreter einiger europ\u00e4ischer Regierungen hatten j\u00fcngst gefordert, die Anwendung der EMRK in bestimmten Asyl- und R\u00fcckf\u00fchrungsfragen zu \u00fcberdenken, um nationale Regelungen nicht durch internationale Rechtsprechung aushebeln zu lassen. <\/em><\/p>\n<p>\u201eDie Rechtsprechung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs f\u00fcr Menschenrechte hat sich in den vergangenen Jahren weit vom urspr\u00fcnglichen Konventionstext entfernt. Wir haben es l\u00e4ngst mit einem eigenen Richterrecht zu tun, das in dieser Form auch nicht mehr reformierbar ist\u201c, erkl\u00e4rt der Landesparteiobmann der FP\u00d6 Ober\u00f6sterreich, Dr. Manfred Haimbuchner. Haimbuchner argumentiert, dass die Konvention heute anders angewendet werde als urspr\u00fcnglich intendiert und dadurch staatliche Handlungsfreir\u00e4ume eingeschr\u00e4nkt w\u00fcrden. \u00a0Aus Sicht des FP\u00d6-Landesparteiobmannes sei eine Anpassung n\u00f6tig, da die Konvention im Kontext der heutigen Herausforderungen modernisiert werden m\u00fcsse, \u201eum Staaten mehr Handlungsspielraum zu geben.\u201c<\/p>\n<p>Haimbuchner betont, dass universelle Menschenrechte grunds\u00e4tzlich ein wichtiges Ziel seien, diese aber \u201emit Sinn und Verstand\u201c angegangen werden m\u00fcssten. Eine Konvention, die \u2013 so Haimbuchner w\u00f6rtlich \u2013 \u201etheoretisch 20 bis 30 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung in \u00d6sterreich ein Recht auf Asyl einr\u00e4umt, geht an der Realit\u00e4t vorbei.\u201c Er sieht die Menschenrechtskonvention aktuell als nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df und fordert eine Neuaufstellung, die die nationalen Interessen und den Schutz der eigenen Bev\u00f6lkerung st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt. \u00a0Die Forderung der FP\u00d6 lautet daher klar: Die bestehenden menschenrechtlichen Schutzmechanismen m\u00fcssen \u00fcberpr\u00fcft und in einer Weise neu definiert werden, die sowohl die urspr\u00fcngliche Zielsetzung wahrt als auch den Erfordernissen der Gegenwart gerecht wird \u2013 mit besonderem Augenmerk auf Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und nationale Souver\u00e4nit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Menschenrechtskonvention (EMRK) ist seit \u00fcber 75 Jahren ein grundlegender Schutzrahmen f\u00fcr B\u00fcrgerrechte in Europa. 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