{"id":21855,"date":"2026-01-19T10:35:07","date_gmt":"2026-01-19T09:35:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=21855"},"modified":"2026-01-19T10:35:07","modified_gmt":"2026-01-19T09:35:07","slug":"gazette-oesterreich-klar-und-deutlich-ein-gespraech-mit-fpoe-landesparteisekretaer-und-labg-michael-gruber-ueber-glaubwuerdigkeit-gemeinden-und-die-sorgen-der-menschen-in-oberoesterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/gazette-oesterreich-klar-und-deutlich-ein-gespraech-mit-fpoe-landesparteisekretaer-und-labg-michael-gruber-ueber-glaubwuerdigkeit-gemeinden-und-die-sorgen-der-menschen-in-oberoesterreich\/","title":{"rendered":"Gazette \u00d6sterreich: Klar und deutlich \u2013 ein Gespr\u00e4ch mit FP\u00d6-Landesparteisekret\u00e4r und LAbg. Michael Gruber \u00fcber Glaubw\u00fcrdigkeit, Gemeinden und die Sorgen der Menschen in Ober\u00f6sterreich."},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<strong><em>Viele Bauern klagen \u00fcber B\u00fcrokratie, Kosten und Billigimporte. Was sagen Sie ihnen?<\/em><\/strong><br \/>\n<strong>Michael Gruber<\/strong>: Unsere Bauern stehen unter enormem Druck \u2013 und das, obwohl sie Tag f\u00fcr Tag f\u00fcr regionale Qualit\u00e4t sorgen und unsere Kulturlandschaft erhalten. Wenn die EU gleichzeitig Milliarden in ein gescheitertes Asylsystem oder undurchsichtige NGO-Strukturen steckt, w\u00e4hrend unsere Bauern auf dem Altar von Konzerninteressen geopfert werden soll, ist das ein Hohn f\u00fcr unsere Landwirtschaft.<\/p>\n<p><strong><em>Die EU hat grade das umstrittene Mercosur-Abkommen auf Schiene geschickt. Was bedeutet das f\u00fcr unsere Landwirtschaft?<\/em><\/strong><br \/>\n<strong>Michael Gruber:<\/strong>\u00a0Das Mercosur-Abkommen ist ein Schlag ins Gesicht f\u00fcr unsere b\u00e4uerlichen Familienbetriebe: Es \u00f6ffnet den Markt f\u00fcr Billigimporte aus S\u00fcdamerika und setzt unsere H\u00f6chststandards schutzlosem Preisdruck aus. Aber: Frankreich zeigt, dass Widerstand wirkt \u2013 mit massivem politischen Druck, Vetodrohungen und nationalen Schutzmechanismen l\u00e4sst sich dieses Abkommen noch stoppen oder wenigstens unsere Bauern sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong><em>Wie kann das Land Ober\u00f6sterreich denn seine Bauern und den l\u00e4ndlichen Raum besser sch\u00fctzen?<\/em><\/strong><br \/>\n<strong>Michael Gruber:<\/strong>\u00a0Ein wichtiger Hebel ist die \u00f6ffentliche Beschaffung: Kantinen, Schulen und Pflegeheime sollen heimische Produkte einkaufen. Wenn Kinder und Jugendliche direkt am Hof sehen, wie Lebensmittel entstehen, w\u00e4chst auch die Wertsch\u00e4tzung. Zudem brauchen wir eine ideologiefreie Energie- und Umweltpolitik, die unsere Betriebe nicht mit immer neuen Auflagen erdr\u00fcckt. Wer hier lebt, arbeitet und sich an die Regeln h\u00e4lt, darf am Ende nicht der Dumme sein.<\/p>\n<p><strong><em>Herr Abgeordneter, die politische Stimmung ist gereizt, der Ton wird immer rauer. Wie erleben Sie das?<\/em><\/strong><br \/>\n<strong>Michael Gruber<\/strong>: Man sp\u00fcrt die Nervosit\u00e4t des politischen Mitbewerbs auf allen Ebenen \u2013 von Br\u00fcssel bis in die kleinste Gemeinde. Wenn man keine Antworten mehr auf die echten Probleme der Menschen hat, greift man eben zu pers\u00f6nlichen Angriffen. Wir Freiheitliche lassen uns aber nicht auf pers\u00f6nliche Angriffe bis auf Gemeindeebene herab, sondern konzentrieren uns darauf, hart f\u00fcr Land und Leute zu arbeiten.<\/p>\n<p><strong><em>Was meinen Sie mit fehlenden Antworten \u2013 k\u00f6nnen Sie ein Beispiel nennen?<\/em><\/strong><br \/>\n<strong>Michael Gruber<\/strong>: Nehmen wir die Teuerung. Viele Menschen fragen sich am Monatsende, wie sie Miete, Heizung, Sprit und den Wocheneinkauf noch zahlen sollen. Gleichzeitig erz\u00e4hlt die Bundesregierung, alles sei unter Kontrolle, w\u00e4hrend die Energiepreise und Geb\u00fchren weiter steigen. Das passt nicht zusammen. Freiheitliche Politik fu\u00dft auf Glaubw\u00fcrdigkeit, diese haben die Regierungsparteien aber schon lange verloren.<\/p>\n<p><strong><em>Der Mitbewerber wirft der FP\u00d6 im Gegenzug vor, nur zu kritisieren. Was entgegnen Sie?<\/em><\/strong><br \/>\n<strong>Michael Gruber<\/strong>: Wer sich die Wahlprogramme und Antr\u00e4ge etwa im Landtag \u2013 aber auch im Nationalrat \u2013 anschaut, sieht: Wir legen konkrete Vorschl\u00e4ge vor \u2013 von Entlastungen bei Energie und Steuern bis zu einer echten St\u00e4rkung des l\u00e4ndlichen Raums. Die Nervosit\u00e4t der anderen Parteien kommt daher, dass ihre eigene Bilanz im Vergleich dazu sehr mager aussieht. Statt sich mit unseren Inhalten auseinanderzusetzen, greift man lieber zur Emp\u00f6rungsschublade.<\/p>\n<p><strong><em>Wenn Sie sagen, Sie konzentrieren sich auf die Arbeit f\u00fcr Land und Leute \u2013 was hei\u00dft das konkret f\u00fcr Ihre politische Rolle?<\/em><\/strong><br \/>\n<strong>Michael Gruber:<\/strong>\u00a0Politik ist f\u00fcr mich kein Showgesch\u00e4ft, sondern eine Verantwortung, die man jeden Tag erf\u00fcllen muss. Das hei\u00dft: hinfahren, zuh\u00f6ren, L\u00f6sungen erarbeiten \u2013 egal ob bei der Feuerwehr, im Gemeinderat oder im Verein. Wer wie die Regierungsparteien nur mehr mit sich selbst, mit Posten und Schlagzeilen besch\u00e4ftigt ist, verliert den Kontakt zu den Menschen \u2013 genau das darf uns Freiheitlichen nicht passieren.<\/p>\n<p><strong><em>Die FP\u00d6 wird oft als \u201ezu radikal\u201c oder \u201ezu hart\u201c beschrieben. St\u00f6rt Sie dieses Bild?<\/em><\/strong><br \/>\n<strong>Michael Gruber:<\/strong>\u00a0Wenn \u201ezu hart\u201c hei\u00dft, dass wir Missst\u00e4nde klar benennen und nicht alles sch\u00f6nreden, dann kann ich mit diesem Etikett gut leben. Die Menschen sp\u00fcren sehr genau, wer ehrlich ist und wer ihnen vor der Wahl etwas verspricht, das er nach der Wahl wieder bricht. Wir stehen dazu, dass zuerst unsere Leute, unsere Gemeinden und unsere Betriebe kommen \u2013 und nicht anonyme Interessen in Br\u00fcssel oder irgendwo in internationalen Konferenzs\u00e4len.<\/p>\n<p><strong><em>Gerade beim Thema EU und Br\u00fcssel wird Ihnen gerne vorgeworfen, die FP\u00d6 sei grunds\u00e4tzlich gegen Europa. Was entgegnen Sie?<\/em><\/strong><br \/>\n<strong>Michael Gruber:<\/strong>\u00a0Wir sind nicht gegen Europa, wir sind gegen eine EU, die immer tiefer in das Leben der Menschen hineindirigiert und nationale Parlamente entmachtet. Die Leute wollen keine anonyme Kommission, die \u00fcber ihr Budget, ihre Landwirtschaft oder ihre Sicherheit bestimmt, sondern eine Politik mit Hausverstand, die in \u00d6sterreich Verantwortung \u00fcbernimmt. Eine EU der starken Vaterl\u00e4nder, die ihre Interessen selbstbewusst vertreten, w\u00e4re viel glaubw\u00fcrdiger, als ein zentralistisches Konstrukt, das keiner mehr versteht.<\/p>\n<p><strong><em>Viele B\u00fcrger fragen sich, ob sich politisches Engagement \u00fcberhaupt noch auszahlt. Was sagen Sie jungen Menschen, die mit dem Gedanken spielen, sich zur\u00fcckzuziehen?<\/em><\/strong><br \/>\n<strong>Michael Gruber:<\/strong>\u00a0Gerade jetzt zahlt es sich aus, aufzustehen, einzumischen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Wer nicht will, dass andere \u00fcber sein Leben, seine Gemeinde und seine Zukunft entscheiden, muss bereit sein, Verantwortung zu \u00fcbernehmen \u2013 im Gemeinderat, im Verein, in der Partei. Wenn immer mehr Menschen sagen \u201eEs hat ja doch keinen Sinn\u201c, dann gewinnen am Ende genau jene, die von der Politik als geschlossenem System profitieren. Demokratie lebt davon, dass sich die Flei\u00dfigen und Anst\u00e4ndigen nicht vertreiben lassen.<\/p>\n<p><em>Das Interview ist unter <a href=\"https:\/\/gazette-oesterreich.at\/2026\/01\/17\/klar-und-deutlich-ein-gespraech-mit-fpoe-landesparteisekretaer-und-labg-michael-gruber-ueber-glaubwuerdigkeit-gemeinden-und-die-sorgen-der-menschen-in-oberoesterreich\/\">https:\/\/gazette-oesterreich.at\/2026\/01\/17\/klar-und-deutlich-ein-gespraech-mit-fpoe-landesparteisekretaer-und-labg-michael-gruber-ueber-glaubwuerdigkeit-gemeinden-und-die-sorgen-der-menschen-in-oberoesterreich\/<\/a> am 17. J\u00e4nner 2026 erschienen.<\/em>\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Bauern klagen \u00fcber B\u00fcrokratie, Kosten und Billigimporte. Was sagen Sie ihnen? Michael Gruber: Unsere Bauern stehen unter enormem Druck \u2013 und das, obwohl sie Tag f\u00fcr Tag f\u00fcr regionale Qualit\u00e4t sorgen und unsere Kulturlandschaft erhalten. 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