{"id":22028,"date":"2026-03-17T10:20:16","date_gmt":"2026-03-17T09:20:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=22028"},"modified":"2026-03-17T10:20:16","modified_gmt":"2026-03-17T09:20:16","slug":"fpoe-haimbuchner-finger-weg-von-der-pendlerpauschale-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/fpoe-haimbuchner-finger-weg-von-der-pendlerpauschale-2\/","title":{"rendered":"FP\u00d6-Haimbuchner: \u201eFinger weg von Pendlerpauschale\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<em>Der Fiskalrat hat vorgeschlagen, das Pendlerpauschale abzuschaffen. Aus Sicht des Gremiums w\u00e4re das ein m\u00f6glicher Beitrag zur Budgetkonsolidierung und zur Verringerung klimasch\u00e4dlicher Anreize im Verkehr. F\u00fcr FP\u00d6-Landesparteiobmann und Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner ist dieser Vorschlag jedoch ein direkter Angriff auf Berufst\u00e4tige, vor allem im l\u00e4ndlichen Raum. Er warnt davor, dass viele Arbeitnehmer ohne eigenes Auto ihren Arbeitsplatz gar nicht erreichen k\u00f6nnten.<\/em> <em>Haimbuchner kritisiert, dass die Diskussion \u00fcber eine Abschaffung der Pendlerpauschale gerade in einer Zeit gef\u00fchrt werde, in der die Menschen ohnehin massiv unter hohen Spritpreisen und anhaltender Teuerung leiden.<\/em><\/p>\n<p>\u201eBereits jetzt sind die B\u00fcrger von der massiven Teuerung der Spritpreise massiv betroffen und werden an der Zapfs\u00e4ule zur Kasse gebeten\u201c, betont Haimbuchner. Besonders Menschen in l\u00e4ndlichen Regionen seien auf das Auto angewiesen, weil es dort oft keine ausreichenden \u00f6ffentlichen Verkehrsverbindungen gebe. Scharfe Worte findet der freiheitliche Landesparteiobmann auch f\u00fcr die grunds\u00e4tzliche Sto\u00dfrichtung der Debatte. \u201eNach der uns\u00e4glichen CO\u2082-Steuer droht bei einer Streichung das Ende der freien Mobilit\u00e4t \u2013 vor allem im l\u00e4ndlichen Raum. Diese Politik gegen die arbeitende Bev\u00f6lkerung in diesem Land muss umgehend ein Ende finden\u201c, so Haimbuchner.<\/p>\n<p>Dabei verweist er auch auf die tats\u00e4chlichen Pendlerzahlen in Ober\u00f6sterreich. Laut Statistik Austria pendelten im Jahr 2023 24,3 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen in eine andere Gemeinde und 34,5 Prozent in einen anderen politischen Bezirk. Insgesamt seien damit allein in Ober\u00f6sterreich mehr als 510.000 Menschen Auspendler, die ihren Wohnort zum Arbeiten verlassen. Viele von ihnen seien auf das eigene Fahrzeug angewiesen.<\/p>\n<p>Kritik \u00fcbt Haimbuchner auch an Stimmen aus Wien, die seiner Ansicht nach die Lebensrealit\u00e4t in den Bundesl\u00e4ndern verkennen. W\u00e4hrend in der Bundeshauptstadt ein dichtes Netz aus Bus, Stra\u00dfenbahn und U-Bahn zur Verf\u00fcgung stehe, sei die Situation am Land eine v\u00f6llig andere. \u201eZurufe aus der Bundeshauptstadt, wo der \u00f6ffentliche Verkehr gut ausgebaut ist und jeder vor der Haust\u00fcre auf Bus, Bim und U-Bahn zur\u00fcckgreifen kann, sind f\u00fcr die Bundesl\u00e4nder keine Hilfe und mehr als \u00fcberfl\u00fcssig\u201c, erkl\u00e4rt er.<\/p>\n<p>Auch in Richtung Wirtschaft und Energiepolitik spart Haimbuchner nicht mit Kritik. Mit Blick auf die steigenden Treibstoffpreise verweist er darauf, dass viele Pendler gar keine Alternative h\u00e4tten. \u201eJene Pendler, die im Industriebundesland Ober\u00f6sterreich t\u00e4glich zu ihrem Arbeitsplatz im Gro\u00dfraum Linz pendeln, haben keine Wahl. Da geht es nicht darum, ob sie bereit sind oder nicht, hohe Preise an den Zapfs\u00e4ulen zu zahlen, sie haben keine Wahl und werden nicht zu Fu\u00df gehen k\u00f6nnen\u201c, sagt Haimbuchner.<\/p>\n<p>F\u00fcr den FP\u00d6-Politiker h\u00e4tte eine Abschaffung der Pendlerpauschale weitreichende Folgen f\u00fcr die Regionen au\u00dferhalb der St\u00e4dte. Der Vorschlag des Fiskalrats w\u00fcrde \u201ezu einer weiteren Schw\u00e4chung des l\u00e4ndlichen Raumes\u201c f\u00fchren, warnt er. Langfristig bef\u00fcrchtet Haimbuchner sogar eine verst\u00e4rkte Abwanderung aus l\u00e4ndlichen Gemeinden, wenn der t\u00e4gliche Weg zur Arbeit noch teurer werde. Die Pendlerpauschale sei daher nicht nur eine steuerliche Entlastung, sondern auch ein Instrument zur Sicherung von Lebensqualit\u00e4t und Wahlfreiheit. \u201eDie Pendlerpauschale tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich dazu bei, diese Balance zu bewahren\u201c, sagt Haimbuchner. Arbeitnehmer m\u00fcssten weiterhin die M\u00f6glichkeit haben, ihren Lebensmittelpunkt nach famili\u00e4ren und pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnissen zu w\u00e4hlen, \u201eohne sich ausschlie\u00dflich auf die N\u00e4he zum Arbeitsplatz beschr\u00e4nken zu m\u00fcssen\u201c.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend fordert Haimbuchner nicht eine K\u00fcrzung, sondern im Gegenteil einen Ausbau der Unterst\u00fctzung f\u00fcr Pendler. \u201eAngesichts der anhaltend hohen Inflation, der massiven Teuerung und der uns\u00e4glich hohen Energiepreise w\u00e4re nicht die Abschaffung, sondern vielmehr eine Erh\u00f6hung der Pendlerpauschale das Gebot der Stunde\u201c, so der freiheitliche Landesparteiobmann. Die Bundesregierung solle ihre Energie nicht in neue Belastungen investieren, sondern endlich Bev\u00f6lkerung und Wirtschaft entlasten\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fiskalrat hat vorgeschlagen, das Pendlerpauschale abzuschaffen. 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