{"id":22136,"date":"2026-04-18T09:14:51","date_gmt":"2026-04-18T07:14:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=22136"},"modified":"2026-04-29T13:37:32","modified_gmt":"2026-04-29T11:37:32","slug":"automatisierte-busse-oberoesterreich-will-mobilitaet-der-zukunft-rasch-in-die-praxis-bringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/automatisierte-busse-oberoesterreich-will-mobilitaet-der-zukunft-rasch-in-die-praxis-bringen\/","title":{"rendered":"Automatisierte Busse: Ober\u00f6sterreich will Mobilit\u00e4t der Zukunft rasch in die Praxis bringen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<strong>Ober\u00f6sterreich als Vorreiter bei automatisierter Mobilit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p><em>Automatisierte Mobilit\u00e4t soll in \u00d6sterreich den n\u00e4chsten gro\u00dfen Schritt machen: weg vom reinen Forschungsprojekt, hin zu einem erweiterten Testbetrieb im \u00f6ffentlichen Stra\u00dfenverkehr. Der gro\u00dfe Neuwert liegt darin, dass fahrerlose Busse k\u00fcnftig unter Aufsicht nicht nur technisch erprobt, sondern im realen Linienbetrieb eingesetzt werden sollen. Besonders im l\u00e4ndlichen Raum k\u00f6nnten automatisierte Busse helfen, bestehende Angebote zu erg\u00e4nzen und die sogenannte letzte Meile zu schlie\u00dfen \u2013 also die Verbindung von Bahnh\u00f6fen, Siedlungsr\u00e4umen und wichtigen Verkehrsknotenpunkten. F\u00fcr Ober\u00f6sterreich sieht Infrastruktur-Landesrat Mag. G\u00fcnther Steinkellner darin eine gro\u00dfe Chance: \u201eDer \u00dcbergang vom Forschungsstadium in den erweiterten Testbetrieb ist ein notwendiger Schritt. Jetzt geht es darum, dass automatisierte Mobilit\u00e4t nicht auf dem Papier bleibt, sondern konkret bei den Menschen ankommt.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die vom Bund angek\u00fcndigten n\u00e4chsten Schritte im Bereich automatisierter Mobilit\u00e4t werden in Ober\u00f6sterreich grunds\u00e4tzlich positiv bewertet. Verkehrsminister Peter Hanke will den gesetzlichen Rahmen f\u00fcr den erweiterten Testbetrieb von automatisiertem Fahren anpassen. Damit sollen fahrerlose Busse unter Aufsicht im \u00f6ffentlichen Stra\u00dfenverkehr getestet werden d\u00fcrfen. Auch der automatische Spurwechsel auf Autobahnen und Schnellstra\u00dfen soll k\u00fcnftig im Regelbetrieb m\u00f6glich werden. F\u00fcr Steinkellner ist dabei entscheidend, dass die neuen M\u00f6glichkeiten rasch in konkrete Anwendungen \u00fcberf\u00fchrt werden. Ober\u00f6sterreich wolle nicht nur zuschauen, sondern aktiv zeigen, wie automatisierte Mobilit\u00e4t im Alltag funktionieren kann.<\/p>\n<p><strong>Forschung, Infrastruktur und Verkehrsbetriebe verbinden \u2013 Ober\u00f6sterreich geht den Weg konsequent weiter <\/strong><\/p>\n<p>Mit ROBERTA will Ober\u00f6sterreich zeigen, wie Innovation aus Forschung und Entwicklung in den Alltag gebracht werden kann. Die Pilotregion soll technische, organisatorische und rechtliche Erkenntnisse liefern, die sp\u00e4ter f\u00fcr einen dauerhaften Einsatz automatisierter Busse im \u00f6ffentlichen Verkehr genutzt werden k\u00f6nnen. \u201eOber\u00f6sterreich zeigt, wie Innovation in die Praxis gebracht wird. Wir verbinden Forschung, Infrastruktur und Verkehrsbetriebe, um konkrete L\u00f6sungen f\u00fcr den Alltag zu entwickeln\u201c, sagt Steinkellner. Damit positioniert sich das Bundesland als Vorreiter bei einer Technologie, die in Zukunft ein wichtiger Baustein f\u00fcr moderne, flexible und nachhaltige Mobilit\u00e4t werden k\u00f6nnte. F\u00fcr Infrastruktur-Landesrat G\u00fcnther Steinkellner ist klar, dass automatisierte Mobilit\u00e4t nicht nur ein Zukunftsthema bleiben darf. Entscheidend sei, dass die Technologie dort ankommt, wo sie den Menschen konkret hilft: bei t\u00e4glichen Wegen zur Arbeit, zur Ausbildung, zum Bahnhof oder zu regionalen Verkehrsknoten. \u201eOber\u00f6sterreich wird diesen Weg konsequent weitergehen und seine Rolle als Vorreiter im Bereich automatisierter Mobilit\u00e4t weiter ausbauen\u201c, h\u00e4lt Steinkellner fest.<\/p>\n<p><strong>Letzte Meile als Schl\u00fcssel f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum<\/strong><\/p>\n<p>Besonders gro\u00dfes Potenzial sieht Steinkellner im \u00f6ffentlichen Verkehr au\u00dferhalb der Ballungsr\u00e4ume. Gerade dort, wo klassische Linienangebote an wirtschaftliche und organisatorische Grenzen sto\u00dfen, k\u00f6nnten automatisierte Systeme k\u00fcnftig eine wichtige Erg\u00e4nzung darstellen.\u00a0\u201eAutomatisierte Systeme k\u00f6nnen helfen, bestehende Angebote zu erg\u00e4nzen und die Mobilit\u00e4t langfristig abzusichern. Ein zentraler Ansatz ist dabei die sogenannte letzte Meile \u2013 also die Anbindung von Siedlungsr\u00e4umen an Regionalbahnen und wichtige Verkehrsknotenpunkte. Hier k\u00f6nnen automatisierte Busse eine entscheidende L\u00fccke schlie\u00dfen\u201c, betont Steinkellner. Damit geht es nicht darum, bestehende Verkehrssysteme zu ersetzen, sondern sie intelligenter zu verkn\u00fcpfen. Wer k\u00fcnftig mit der Bahn ankommt, soll einfacher und verl\u00e4sslicher zu Bildungseinrichtungen, Arbeitspl\u00e4tzen oder Wohngebieten weiterkommen.<\/p>\n<p><strong>Pilotstrecke zwischen Pregarten und Hagenberg<\/strong><\/p>\n<p>Eine zentrale Rolle spielt dabei das Leitprojekt ROBERTA \u2013 \u201eReal wOrld automated Bus opERaTion Austria\u201c. In mehreren Modellregionen \u00d6sterreichs sollen hochautomatisierte Busse im echten Linienbetrieb unter realen Bedingungen getestet und wissenschaftlich begleitet werden. In Ober\u00f6sterreich ist die Verbindung zwischen Pregarten und Hagenberg als Pilotregion vorgesehen. Konkret geht es um eine rund zehn Kilometer lange Strecke vom Bahnhof Pregarten zum Softwarepark Hagenberg, zur Fachhochschule Ober\u00f6sterreich und zum Agrarbildungszentrum Hagenberg. Damit soll genau jene letzte Meile geschlossen werden, die f\u00fcr viele Pendlerinnen und Pendler, Studierende und Besch\u00e4ftigte entscheidend ist. Gerade der stark wachsende Bildungs- und Wirtschaftsstandort Hagenberg zeigt, warum neue Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen notwendig sind. Die automatisierte Busverbindung k\u00f6nnte hier ein praktisches Beispiel daf\u00fcr werden, wie moderne Technologie den \u00f6ffentlichen Verkehr gezielt erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p><strong>Blick nach Deutschland als Orientierung &#8211; Sicherheit bleibt oberste Priorit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Steinkellner verweist auch auf Deutschland, wo bereits ein weitergehender Rechtsrahmen f\u00fcr automatisierte Mobilit\u00e4t geschaffen wurde. Dort ist es m\u00f6glich, dass ein Operator mehrere Fahrzeuge aus einer Zentrale \u00fcberwacht und steuert. \u201eIn Deutschland ist es schon m\u00f6glich, dass ein Operator mehrere Fahrzeuge aus einer Zentrale heraus \u00fcberwacht und steuert. Genau in diese Richtung muss sich auch \u00d6sterreich weiterentwickeln, um die Technologie effizient und wirtschaftlich einsetzen zu k\u00f6nnen\u201c, so Steinkellner. F\u00fcr den dauerhaften Einsatz automatisierter Busse wird es daher nicht nur auf die Technik ankommen, sondern auch auf klare rechtliche Rahmenbedingungen. Fragen der Haftung, der gewerblichen Nutzung und des Flottenbetriebs m\u00fcssen so geregelt werden, dass sichere und wirtschaftliche Anwendungen m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p>Trotz aller Innovationsfreude stellt Steinkellner klar, dass Sicherheit an erster Stelle stehen muss. Automatisierte Mobilit\u00e4t k\u00f6nne nur dann Akzeptanz finden, wenn sie zuverl\u00e4ssig funktioniert und klare Regeln gelten. \u201eOberste Priorit\u00e4t hat die Sicherheit. Gleichzeitig m\u00fcssen die rechtlichen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass Innovation m\u00f6glich ist und nicht durch \u00fcberbordende B\u00fcrokratie ausgebremst wird\u201c, h\u00e4lt der Landesrat fest. Genau darin liegt die Herausforderung der kommenden Jahre: \u00d6sterreich muss einen Rahmen schaffen, der neue Technologien zul\u00e4sst, ohne bei der Sicherheit Abstriche zu machen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ober\u00f6sterreich als Vorreiter bei automatisierter Mobilit\u00e4t Automatisierte Mobilit\u00e4t soll in \u00d6sterreich den n\u00e4chsten gro\u00dfen Schritt machen: weg vom reinen Forschungsprojekt, hin zu einem erweiterten Testbetrieb im \u00f6ffentlichen Stra\u00dfenverkehr. Der gro\u00dfe Neuwert liegt darin, dass fahrerlose Busse k\u00fcnftig unter Aufsicht nicht nur technisch erprobt, sondern im realen Linienbetrieb eingesetzt werden sollen. 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