{"id":22141,"date":"2026-04-17T10:33:38","date_gmt":"2026-04-17T08:33:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fpoe-ooe.at\/?p=22141"},"modified":"2026-04-17T10:33:38","modified_gmt":"2026-04-17T08:33:38","slug":"luft-und-raumfahrt-cluster-fuer-oberoesterreich-soll-neuen-wachstumsschub-bringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fpoe-weisskirchen.at\/fpoeoe2023\/luft-und-raumfahrt-cluster-fuer-oberoesterreich-soll-neuen-wachstumsschub-bringen\/","title":{"rendered":"Luft- und Raumfahrt-Cluster f\u00fcr Ober\u00f6sterreich soll neuen Wachstumsschub bringen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<strong>FP\u00d6 pr\u00e4sentiert Konzept f\u00fcr Industrie, Forschung und Ausbildung &#8211; Industrie unter Druck, neue Perspektiven gesucht<\/strong><\/p>\n<p><em>Mit dem Aufbau eines Luft- und Raumfahrt-Clusters will die FP\u00d6 Ober\u00f6sterreich einen neuen wirtschaftlichen Schwerpunkt im Land setzen. Ziel sei es, Industrie, Forschung, Ausbildung, Testinfrastruktur und Start-ups st\u00e4rker zu vernetzen und damit den Standort Ober\u00f6sterreich langfristig abzusichern. Eine zentrale Rolle soll dabei die Stadt Wels einnehmen, die aus Sicht der Initiatoren besonders gute Voraussetzungen f\u00fcr Ausbildung, Forschung und praktische Erprobung mitbringt.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>FP\u00d6-Landesparteiobmann, Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner und der Welser FP\u00d6-B\u00fcrgermeister Dr. Andreas Rabl sehen vor allem angesichts des wirtschaftlichen Drucks auf die heimische Industrie dringenden Handlungsbedarf. \u201eDie ober\u00f6sterreichische Industrie ist merkbar unter Druck, mit einer neuen Schwerpunktsetzung in einer absoluten Zukunftsbranche sollen neue Gesch\u00e4ftsfelder erschlossen und neue M\u00e4rkte er\u00f6ffnet werden. Daf\u00fcr ist ein starker Impuls des Landes Ober\u00f6sterreichs im Bereich Ausbildung, Forschung, Entwicklung und F\u00f6rderungen notwendig\u201c, betont Haimbuchner.<\/p>\n<p>Die Ausgangslage sei klar, so Haimbuchner in der gemeinsamen Pressekonferenz Rabl: Ober\u00f6sterreich verf\u00fcge zwar \u00fcber eine starke industrielle Basis, eine breite Forschungslandschaft und bereits bestehende Kompetenzen im Luft- und Raumfahrtbereich, gleichzeitig stehe der Standort aber unter erheblichem Druck. Gestiegene Lohnst\u00fcckkosten, B\u00fcrokratie, fehlende Planbarkeit und die angespannte Lage in der Automobilzulieferindustrie w\u00fcrden Investitionen erschweren und Arbeitspl\u00e4tze gef\u00e4hrden. Vor diesem Hintergrund soll der geplante Cluster als neues Leuchtturmprojekt dienen. Haimbuchner formuliert das deutlich: \u201eWenn wir jetzt nicht handeln, riskieren wir, dass Ober\u00f6sterreich als Industriestandort an Substanz verliert. Es reicht nicht mehr, bestehende Strukturen zu verwalten, wir m\u00fcssen in Zukunftsfelder wie Luft- und Raumfahrt einsteigen und damit neue industrielle Perspektiven schaffen. Wer Wertsch\u00f6pfung und Arbeitspl\u00e4tze im Land halten will, muss heute den Mut haben, neue Wege zu gehen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Wels soll Ausbildungs- und Forschungsstandort werden<\/strong><\/p>\n<p>Ein zentrales Element des Konzepts ist ein neuer spezialisierter Ausbildungslehrgang im Bereich Luft- und Raumfahrt an der Fachhochschule Wels. Dort soll ein FH-Master f\u00fcr Luft- und Raumfahrttechnologie entstehen, der bestehende Kompetenzen in Bereichen wie Leichtbau, Werkstofftechnik, Automatisierung und Verfahrenstechnik b\u00fcndelt. Auch die N\u00e4he zum Flugplatz Wels wird als Standortvorteil hervorgehoben. Der Welser B\u00fcrgermeister Andreas Rabl spricht sich klar f\u00fcr diese Schwerpunktsetzung aus: \u201eEin Luft- und Raumfahrt-Cluster in Ober\u00f6sterreich muss eng mit einem neuen spezialisierten Ausbildungslehrgang \u201aAeronautic\u2018 an der Fachhochschule Wels verkn\u00fcpft sein. Daneben braucht es ein hochspezialisiertes Kompetenz- und Forschungszentrum sowie geeignete Testgel\u00e4nde. Diese Voraussetzungen liegen in Ober\u00f6sterreich optimal vor.\u201c<\/p>\n<p><strong>Vier Bausteine f\u00fcr die Umsetzung<\/strong><\/p>\n<p>Das pr\u00e4sentierte Konzept ruht auf vier zentralen S\u00e4ulen: einer spezialisierten Ausbildung samt Grundlagenforschung, einer Test- und Demonstrationsumgebung etwa in Wels und H\u00f6rsching, einer Industrieplattform mit Start-up-\u00d6kosystem sowie einer F\u00f6rderlandschaft f\u00fcr Forschung, Entwicklung und Zertifizierungsprozesse. Zus\u00e4tzlich wird vorgeschlagen, auch Mittel aus Gegengesch\u00e4ften im Zusammenhang mit R\u00fcstungsank\u00e4ufen als Anschubfinanzierung nutzbar zu machen. Dar\u00fcber hinaus sind vier neue Professuren vorgesehen, unter anderem f\u00fcr Aerostructures, Aerospace Materials, automatisierte Fertigung und nachhaltige Luftfahrt. Erg\u00e4nzt werden soll das durch neue Anlagen f\u00fcr Materialverarbeitung, Bauteilpr\u00fcfung und alternative Treibstoffe. Die Investitionen daf\u00fcr werden mit rund zehn Millionen Euro einmalig und etwa 1,2 Millionen Euro j\u00e4hrlich f\u00fcr Personal beziffert.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Wirtschaftlicher Impuls f\u00fcr das ganze Land &#8211; Gemeinsames Ziel: Ober\u00f6sterreich strategisch st\u00e4rken<\/strong><\/p>\n<p>Rabl sieht in dem Projekt weit mehr als nur ein Ausbildungsangebot. \u201eVon einem neuen Luft- und Raumfahrtcluster kann ein wirtschaftlicher Impuls f\u00fcr das ganze Land ausgehen. Die strategische Schwerpunktsetzung in Zukunftstechnologien ist notwendig, um Ober\u00f6sterreich als Industriebundesland abzusichern\u201c, so der Welser B\u00fcrgermeister. Nach Vorstellung der Initiatoren soll der Cluster nicht nur bestehende Unternehmen st\u00e4rken, sondern auch neue Betriebe und Start-ups anziehen. Vor allem durch die engere Verzahnung von Ausbildung, Forschung und Industrie soll ein innovationsorientiertes Umfeld entstehen, das neue M\u00e4rkte erschlie\u00dft und hochwertige Arbeitspl\u00e4tze sichert. Auch der Flughafen H\u00f6rsching wird dabei als wichtiger Standort f\u00fcr Know-how-Transfer zwischen milit\u00e4rischer Kompetenz, Wirtschaft und Forschung genannt.<\/p>\n<p>Zum Abschluss betonen Haimbuchner und Rabl die gemeinsame Sto\u00dfrichtung des Projekts. \u201eWels hat alle Voraussetzungen, um in der Luft- und Raumfahrt ganz vorne mitzuspielen. Entscheidend ist, dass wir diese St\u00e4rken jetzt konsequent b\u00fcndeln und strategisch ausbauen. Wenn es uns gelingt, Innovation, Ausbildung und Industrie enger zu verzahnen, k\u00f6nnen wir nicht nur neue Wachstumschancen erschlie\u00dfen, sondern auch den gesamten Wirtschaftsstandort Ober\u00f6sterreich nachhaltig st\u00e4rken\u201c, erkl\u00e4ren beide unisono.<\/p>\n<p>Mit dem vorgeschlagenen Luft- und Raumfahrt-Cluster will die FP\u00d6 Ober\u00f6sterreich damit ein klares industriepolitisches Signal setzen: weg von blo\u00dfer Standortverwaltung, hin zu einer aktiven Strategie f\u00fcr Zukunftstechnologien, Forschung und industrielle Wertsch\u00f6pfung im eigenen Bundesland.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FP\u00d6 pr\u00e4sentiert Konzept f\u00fcr Industrie, Forschung und Ausbildung &#8211; Industrie unter Druck, neue Perspektiven gesucht Mit dem Aufbau eines Luft- und Raumfahrt-Clusters will die FP\u00d6 Ober\u00f6sterreich einen neuen wirtschaftlichen Schwerpunkt im Land setzen. 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